Weihnachten Teil II

Was ist da wirklich passiert?

Zunächst einmal so viel, dass seit dem Jahre 350 nach Christus die Menschen alljährlich in die Kirchen strömen, um eine Geburtstagsparty zu feiern. So, wie wir heute uns aufgemacht haben, Lieder singen von der stillen Nacht und irgendwas erhoffen. Manche treffen auch die alten Freunde, die man das ganze Jahr nicht sieht, aber ausgerechnet in der Kirche? Was ist das bloß; dieses Weihnachten?

Und da gehe ich noch ein Stück weiter zurück.

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600 Jahre vor Christus schreit das Volk auf. Ein unbekannter Prophet hat es dann aufgeschrieben. Diese Frage warum? Warum gehen wir solche Wege? Warum erscheint unsere Welt so gottlos und kalt? Warum werden die Reichen immer Reicher und die Armen immer ärmer, warum tun wir einander so viel Gewalt an, warum gehen wir am Schönen des Lebens vorbei. Es muss ein Horrorweihnachten sein für die Jugendlichen, die Christbaumbeleuchtung bei anderen klauen und in ihr Zimmer hängen. Es ist der blanke Stress, nur noch den Fernseher zu haben, um die Langeweile zu vertreiben. Wie weit sind wir abgekommen, wenn eine Radiomoderatorin am Adventssonntag schönes Wetter ankündigt mit dem Satz: da macht das Einkaufen Spaß. Spazieren mit den Kindern? Da musst du ja von gestern sein. Warum sind wir auf diesen Trip geraten? Und da schreit es dieser Prophet raus: Gott reiß deinen Himmel auf und komm runter. Was hilft uns ein Gott da oben, irgendwo fern?

Lass die Berge beben, das heißt die Leute damals wussten genauso wie wir, mit ein bissel Kosmetik ist es nicht mehr gemacht. Gott sei Dank, hat Gott die Berge nicht beben lassen. Auch heute, wenn er mal richtig durchgreifen würde, das wäre wohl ganz schön heftig. Er hat erst mal gar nichts gemacht. So schien es jedenfalls. Er hat sich gedacht, die Menschen wissen doch eigentlich, wie sie zu leben haben. Und anscheinend hat er uns Menschen überschätzt. Wissen wir wirklich, wie wir zu leben haben? Wissen wir wirklich, was die Medien mit uns machen? Wissen wir wirklich, was die übervollen Geschäfte mit uns machen? Wissen wir wirklich, wie uns die Werbung verändert, die uns zwar ankotzt, die wir aber in die Seele aufnehmen? Früher, seufzt dann mancher, da war das noch anders. Aber warum sind wir nicht so geblieben? Warum stopfen wir unsere Kinder mit Wohlstand voll, statt sie lieb zu haben?

Nein, Gott hat sich wohl geirrt. Der Mensch läuft einfach in die Irre ohne Gott. Und das hat Gott gemerkt. Es geht so nicht, hat er gemerkt. Müssen wir auch erst wieder schreien, mach den Himmel auf, muss es erst so weh tun?

Und da hat Gott gesagt: ich geb euch eine Chance. Ich mach den Himmel auf, aber ohne Erdbeben. Und ihr werdet in zweitausend Jahren das immer noch feiern und euch immer die gleiche Geschichte anhören und sie wird euch nie zu viel werden. Alle Jahre wieder werdet ihr es hören, wie ich in Bethlehem mit einem Kind den Himmel aufgemacht habe. Mit einem Kind, das dreissig Jahre später gesagt hat: nicht mehr von oben, sondern mitten unter euch ist Gott. Und niemand kann sagen, er wüsste nicht wie. Denn Jesus hat es einfach vorgemacht und seine Kommentare gegeben. Und die Menschen sagten: der Himmel ist offen, immer wo der Jesus ist, ist ein Stück Himmel. Kein Paradies. Aber Himmel. Und fünfzig Jahre später haben sie das alles aufgeschrieben. Weil es Weltbedeutung bekam. Und seitdem sind wir weder gottverlassen noch hilflos. Es ist eine Ausrede zu sagen: ich weiß ja nicht wies geht. Es ist eine Ausrede, auf das böse Fernsehen und seine Gewalt zu schimpfen, es ist eine Ausrede, den Wohlstand schlecht zu machen, es ist eine Ausrede, die schlechten PISA-Ergebnisse mit ein paar Schönheitsreparaturen verbessern zu wollen, so lange wir ein kinderunfreundliches Land sind. Nein, das alles geht nicht mehr. Seit Weihnachten nicht mehr. Und darum könnte es uns so gut gehen. Und darum könnten wir in unseren kleinen Stuben Frieden auf Erden haben. Das Ganze hat nur einen Haken. Der Jesus sagt immer: Gott hat dich lieb und es soll anders werden. Heute noch. Das ist Weihnachten Teil I. Bloß, du musst auch selber was tun. Gott ist kein Wünsch-Dir-Was-Automat. Jesus sagt: Kehre um, ändere dein Leben, ich sag dir auch wie, das mache ich schon. Das ist Weihnachten Teil II. Es kann dir weh tun, das Ändern, es kann wie ein Erdbeben sein in deinem Leben, aber dann kommt das Schöne hinterher. Denn der Himmel ist offen und ein Strahl fällt auf dich. Teil I haben wir gerade. Teil II – magst du, oder magst du nicht?

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