Von Anfang an gut aufgehoben (Joh 8,12)

Joh 8,12
[8] Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Liebe Eltern, Großeltern und Paten, liebe Gäste!

Wenn man von Fuhrberg nach Mellendorf fährt, dann kann man links und rechts an der Straße jeweils ein Hinweisschild stehen sehen. Beim ersten Mal konnte ich nicht genau lesen, was draufsteht, denn ich fuhr wohl ein wenig zu zügig. Beim zweiten Mal aber habe ich wahrgenommen, was da steht: Von Anfang an gut aufgehoben. Und dann steht da noch zu lesen, dass man sich doch immer schön rechts halten soll.

Mein erster Impuls war dieser, wo soll ich denn sonst fahren als rechts und der zweite Impuls lautete: Das ist ja ein guter Spruch, einer, der ganz treffend ist für das, was wir heute in diesem Gottesdienst tun wollen. Wir wollen N.N. heute taufen und durch das Sakrament der Taufe wird ein Anfang gemacht. Und dies in zweierlei Hinsicht. Gott sagt heute ja zu diesem Kind und will gleichsam, dass N.N. von heute an gut aufgehoben ist, denn N.N. ist wichtig, nicht nur für seine Eltern und Großeltern und für Fabian, sondern auch für Gott. Weil Gott in diesem kleinen Kind ein weiteres Wesen hat, das er lieb haben kann. Gottes Sehnsucht ist der Mensch; Gottes Sehnsucht sind Sie und ich – wir alle – und: ist N.N. Und das andere ist dies: Sie als Eltern und Paten sprechen heute mit uns allen das Bekenntnis des Glaubens und wir tun das für uns, als Standortbestimmung und wir tun dies an Kindes Statt. N.N. wird in ca. 14 Jahren bei seiner Konfirmation dieses Bekenntnis selber sprechen und dann vor der Gemeinde zu erkennen geben, dass er ein Christ ist. Ich weiß, das ist noch weit hin, da wird noch viel Wasser die Wietze runterlaufen.

Von Anfang an gut aufgehoben das ist wirklich ein guter Satz und er wird untermauert durch den Taufspruch, den N.N. heute bekommt. „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Licht ist wichtig zur Orientierung in einer Welt, die ja durchaus ihre dunklen Seiten hat. Und wenn Jesus sich in dieser Selbstaussage als Licht bezeichnet, dann hat es seinen Grund darin, dass er vorgelebt hat, was Liebe und Verständnis zum anderen Menschen bedeutet. Ohne Licht können wir alle nicht leben und ohne den Glauben an Jesus Christus wird nur ein eingeschränktes Leben möglich sein. So sehe ich es jedenfalls. Wahrer Glaube aber hat immer auch mit der Freude zu tun, dass man sich immer und überall auf seinem Lebensweg von Gott angenommen weiß. Das zu vermitteln und N.N. nahe zu bringen indes ist Ihre Aufgabe, liebe Eltern und Paten. Eine Aufgabe, die Freude macht und die Sie immer auch wieder daran erinnert, dass Sie bei dieser Aufgabe mit der Kraft Gottes rechnen dürfen.

Liebe Gemeinde, eingangs erzählte ich von dem Schild an der Straße. Dieses Schild „Von Anfang an gut aufgehoben“ wird eines Tages verschwunden sein, die Zusage Gottes aber, dass er N.N. lieb hat gilt ein Leben lang und darüber hinaus. Und das finde ich großartig.

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