Text 219

<b>Aus den Fugen geraten</b>

Das Leben aus den Fugen geraten
Nichts mehr an seinem Platz
Ich muss mein Leben
neu ordnen,
damit ich wieder
Sinn finden kann.
Grausamkeit, Unrecht – ich bin doch unschuldig!
schreie ich – ich kann doch
nichts dafür!!!
– Und wer dann?
So fragt es leise, immer drängender.
Wen willst du verantwortlich machen?
Gott?
Wo ist er denn nun, dein Gott?
Ist er noch dein Gott?
Gibt er dir Antwort?
Muss er dir Antwort geben?
Was sonst? – fragst du.
Wer sonst?
und schauderst.
Was wäre,
wenn er keine Antwort gäbe?
Wenn er still bliebe
und du dich,
und du ihn
fragen müsstest:
Bist du noch da?
Hörst du noch?
Oder
hast du mich allein gelassen?

Unruhig ist mein Herz
bis es
in dir
Ruhe findet.

Anneliese Scheible

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