Spannende Weihnacht

Wie geht es Ihnen heute. Das ganz Große an diesem großen Fest ist gelaufen, die meisten Geschenke verteilt und empfangen. Das Essen verzehrt, vielleicht schon ein bisschen Sehnsucht, dass der Alltag wiederkehrt. Vielleicht auch die Hoffnung, dass etwas übrigbleibt von der Botschaft, vom Frieden und Erden, von der Liebe dieses Gottes, der sich ganz klein macht.

Ich spüre: Das kann heilsam werden, mit den Hirten, mit der Hoffnung, mit der Befreiung zurückzukehren in den Alltag. Im Alltag hat der Älteste Johannes, der in der Verbannung sitzt Visionen. Er schaut in die Zukunft:

9 Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, 10 und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei unserm Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! 11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Wesen und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an 12 und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Er sieht eine Menge von Menschen in Weiß. Sie kommen aus allen Ecken der Welt aus allen Nationen und Volksgruppen. Sie tragen die weißen Gewänder der frisch Getauften. Das war zu Zeiten des Johannes so, dass die Getauften weiße Gewänder trugen. Gemeinsam jubeln sie und lobsingen. Sie singen von ihrer Befreiung und von der Liebe des Herrn, dem sie ihr Leben anvertraut haben.

Sie spüren: sie sind Menschen, die Christus zu einem neuen Leben befreit hat. Sie fühlen sich beschenkt und darum können sie voller Freude bekennen, dass das Heil bei Gott liegt, genauer in dem Lamm. Das Bild vom Lamm ist gerade für diesen Seher ein oft genutztes Bild für Jesus Christus. Das Lamm ist wie das Kind in der Krippe, wehrlos und hilflos, dem Umfeld ausgeliefert. Gott liefert sich uns aus, um bei uns zu sein. In Jesus Christus macht Gott sich begreifbar und angreifbar.

Die Menschen schließen sich den Hirten an und beten dieses Kind an, das der Herr der Welt ist. Und sie preisen dieses Paradox, dass das Lamm, dass das Kind in der Krippe zugleich schutz- und wehrlos ist und auf dem Thron sitzt und Macht hat.
Ich denke das kann auch für uns ein Vorbild werden, wenn wir uns mit den Menschen dieser Welt, die sich in den Nationen und Völkern zu Christus bekennen gemeinsam Weihnachten feiern. Wenn wir die Botschaft von dem Gott, der sich ganz klein macht alle miteinander teilen und allen Menschen weitersagen.

Vielleicht könnte so unser Miteinander neu werden, wenn wir ohne Vorbehalt miteinander loben und preisen, miteinander singen und Brot teilen – das Leben teilen.

Dass Ehre sei Gott in der Höh wird hier mit neuen Worten zitiert und kann damit auch mich animieren zu wiederholen: Ehre sei Gott. das singen wir in jedem Gottesdienst und doch müssen wir aufpassen, dass das nicht in Routine zerfällt.

Jede und jeder Einzelne von uns. Wenn wir das singen, als wären wir selber die Engel, die der Welt verkünden: Euch ist heute der Heiland geboten; dann kann diese Welt eine bessere Welt werden. Wenn wir uns einreihen und mit den Schwestern und Brüdern Ehre sei Gott singen und Frieden leben, so gut es eben geht; dann können wir Wunder erleben, die nach menschlichen Maßstäben nicht erreichbar sind.

Der aus Brasilien Bischof Dom Helder Camara hat einmal gesagt: Wenn einer allein träumt, ist es ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, so ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit. Träume, Visionen können ungeheuer wertvoll werden, dann wenn sie geteilt werden und wenn Menschen miteinander versuchen aus Ihnen etwas entstehen zu lassen. Die Vision an der Krippe von Menschen, die sich beeindrucken lassen von diesem Gott, der Mensch wird kann diese Gesellschaft verändern.

Aber Träume wollen wahr werden: Happy are those who dream dreams and work to make them true. Glück werde ich nicht allein durch Träume, sondern nur wenn ich auch daran arbeite, dass aus ihnen Wirklichkeit wird.

Und der Seher auf der Insel Patmos, wo er in der Verbannung lebt, der erzählt von seinen Visionen , von seinen Träumen, in denen das Lamm die Welt verändert, in denen alles Böse und Niedere verlieren, in der Gott mit Hilfe seines Sohnes sein Reich aufrichtet.

Ich darf Teil dieser Träume werden und zugleich meine eigenen Träume weiter entwickeln von einer Welt, in der Gott die se Welt regiert mit Glaube, Liebe und Hoffnung, für eine Welt, in der wir nicht mehr ertragen, dass der Mensch des Menschen Wolf ist, sondern leben, dass Gott für uns Mensch geworden ist. Soviel sind wir ihm wert. Und in diesem Selbstbewusstsein können wir einen neuen Lebensstil suchen. Für uns und für alle Menschen.

Wir dürfen an die Krippe treten, wir dürfen Gäste am Tisch des Herrn sein und wir dürfen neue Kraft gewinnen, unseren Glauben zu leben. Wir müssen nicht die ganze Welt verändern, aber wir dürfen damit anfangen, unser Leben, unseren Lebensstil zu verändern. Wir können beginnen, Gemeinschaften zu bauen und Glauben zu leben.

Gott ist gekommen, sein Volk zu besuchen. Darum können wir Loblieder singen, wie die Neu Getauften in der Vision des Johannes. Und darum können wir auch losgehen, Menschen zu besuchen, unseren Mitmenschen zu helfen, dass das Gesicht dieser Welt ein bisschen freundlicher wird. Vielleicht verändern wir u8ns auch, wenn wir immer mehr Gefühl entwickeln für das, was unsere Mitmenschen brauchen. Vielleicht werden wir neue Menschen durch das Kind in der Krippe und durch die Menschen, die wir mit seinem Blick ansehen.

Weihnachten beginnt spannend zu werden, wenn es auch in meinem Alltag stattfindet.

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