Nicht nur Hallo! (Lk 10,20)

Lk 10,20
[20] Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

HALLO! Hallo Eltern, liebe Paten, liebe Gemeinde.

Hallo, so einfach ist das heute, Hallo! Das ist ein Import aus den USA. Wenn ich richtig informiert bin, ging das wohl nach dem Krieg los. Heute ist das unser Stil miteinander. Man braucht den Namen des anderen nicht mehr im Kopf zu haben. Noch weniger muss man ihm im Herzen tragen. Man macht auch kein „shake hands“ mehr. Man hält sich halt zurück. Ist auf die Art unserer Zeit distanziert im Umgang miteinander. Man kann heute auch „Hey!“ (sprich: Hai“) rufen. Dann fragt garantiert einer „Wo?“, aber es drehen sich auch drei oder vier Leute nach einem rum. Kleine Ursache – große Wirkung. Aber im Grunde ist einem das nicht schön. Man möchte mehr. Schon meine Katzen reagieren auf ihren Namen, jede für sich, Elfi auf Elfi, Missi auf Missi und Tiger halt auf Tiger. Oder wenn ich mir vorstellte, Ich käme in unseren Ökumenischen Frauenkreis, sagte Hallo und würde einfach anfangen, ohne dass wir uns alle persönlich begrüßt hätten. Das wäre ja nun auf Dauer auch nicht schön. Ich denke , man möchte seinen Namen schon hören. Es ist ja schließlich ein Stück von einem selbst.

Er macht uns in unseren Kreisen unverwechselbar. So wie halt der kleine Moritz für seine Familie, die Freunde eben der Moritz ist , Julia, Maria,, Florian (entsprechend beschreiben) Der Name ist eben nicht Schall und Rauch. Und besonders bei Gott ist er das nicht. Jesus sagte einmal.: “ Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ Schaue ich mir die Geschichten in den Evangelien an, dann sehe ich doch: Jesus sagt nicht einfach „Hallo“ Er nennt uns mit unseren Namen. Er will nicht, dass sich drei oder vier umdrehen. Er will uns ganz persönlich ansprechen, und er will, dass wir uns ganz persönlich auch angesprochen fühlen. Und er will dass wir Vertrauen zu ihm haben, uns auf ihn einlassen, auf seine Sache, sein Anliegen in unserer Welt. Insofern gilt dieses Bild, das unsere Namen im Himmel aufgeschrieben sind, denn heißt dies doch auch, dass wir uns freuen können, dass Jesus unser Freund und Bruder geworden ist, und nicht einfach so eine unverbindliche Hallo Beziehung, wie man sich eben sonst auf der Straße mal begegnet oder auf der Kirmes mal so über die Bänke oder Tische zuruft. Unsere Namen sind im Himmel aufgeschrieben, und im Bild zu bleiben, heute ist die Seite aufgeschlagen, auf der die Namen der Täuflinge stehen.

Um sie geht es besonders, um ihre Namen und damit um die kleinen Geschöpfe, die gerade erst beginnen ihren Platz in ihrem Leben zu finden und zu behaupten. Wenn Gott uns nun bei unserm Namen ruft, einen jeden und eine jede ansprechen will, und sagt, dass wir zu ihm gehören, und deswegen ein jeder und eine jede wichtig sind für ihn. dann heißt das doch, wenn wir für Gott alle wichtig sind, dann sind wir als Freunde und Freundinnen aneinander verwiesen. Und besonders müssen wir dann, sie als Familie, die Paten und Patinnen, aber auch wir als Gemeinde darauf achten, dass aus unseren kleinen Freunden, die heute getauft werden sollen, gerade, klare Menschen werden, die Liebe erfahren haben und Liebe weitergeben können. Dann wird gelingen, was Gott uns zusagt, Liebe kann wahr werden, wir dürfen sie spüren empfangen und weitergeben. Dann sind wir in seinem Namen unterwegs.

Und so wollen wir uns Zeit nehmen, diesen Kindern Wünsche mitzugeben in ihr neues Leben. Zeichen der Taufe sollen die Wassertropfen sein, Wasser, so haben wir es in der Konferstunden besprochen hat viele Gesichter, ist lebenserhaltene Macht und lebensbedrohende Macht. Und die Taufe, die Gemeinschaft mit diesem Jesus möchte uns wie das Wasser Lebensmöglichkeiten schenken, die über unsere eigene Möglichkeiten hinausgehen, und diese Gemeinschaft soll uns wie das Wasser – von allem befreien, was das Leben beschmutzt. Und zugleich zeigt das Wasser an, wie wir immer wieder bedroht sind von feindlichen Mächten und vom Tod. Auf diesem Wassertropfen wollen wir Ihnen nun gute Wünsche mitgeben.

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