Kyrie 311

Herr,
du allein weißt,
was dieses Jahr wert war.
Ich habe vieles getan
und vieles versäumt.
Ich habe vieles versucht
und vieles nicht vollendet.
Ich habe aus Unglauben gehandelt und entschieden
und ich bin den Menschen viel Liebe schuldig geblieben.
Darum rufe ich zu dir:

[Kyrie EG 178,9]

Ich möchte allen vergeben,
die mir Unrecht getan haben.
Ich möchte von
allem Hass,
allem Neid
und aller Verachtung
frei sein.
Vergib du auch mir alle meine Schuld.
Ob dieses Jahr Frucht gebracht hat,
weiß ich nicht.
Du allein siehst es.
Du allein kannst meine Mühe segnen.
Darum rufe ich zu dir:

[Kyrie EG 178,9]

Herr,
es gab Schönes in diesem Jahr,
Erfreuliches,
Momente des Glücks.
Ich danke dir dafür.
Aber manches Schwere,
Trauer
und auch Verzweiflung geht mir noch nach
und drückt mich zu Boden.
Ich bringe diese Last zu dir
in dem Vertrauen,
dass du sie aufnimmst
und verwandelst.
Darum rufe ich zu dir:

[Kyrie EG 178,9]

Herr,
ich kann dir nichts geben zum Dank für dieses Jahr,
als dass ich das kommende aus deiner Hand nehme.
Gib mir ein neues Jahr
und verlass mich nicht.
Ich bitte dich,
dass ich dir folgen darf.
Behüte alle,
denen ich heuer begegnet bin,
gib das Licht deiner Liebe allen,
die ich liebhabe,
und allen,
deren Last ich tragen soll.

[Kyrie EG 178,9]

Dein bin ich
im Licht des Tages
und im Dunkel der Nacht,
bis du mich heimrufst
in deinen Frieden.

Gerhard Oßwald

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