Kyrie 146

Vieles habe ich schon umkommen lassen in meinem Leben.
Dinge,
die ich unbedingt haben wollte –
und dann achtlos beiseite legte,
verkommen ließ.
Menschen,
mit denen ich zu tun hatte –
und für die ich keine Zeit fand,
als sie mich brauchten.
Beziehungen,
gute Freundschaften,
Kameradschaften,
kollegiale Verhältnisse.
Aber manchmal war es nur lästig.
Ich denke an Anforderungen,
die ich stelle
und die in dieser Leistungsgesellschaft gestellt werden –
und mir fallen die Menschen ein,
die daran zerbrechen,
die schwere Verletzungen und Narben davontragen
im Wettbewerb des Lebens –
und ich denke,
wie wenig ich dafür tue,
sie aufzufangen,
ihnen zu
sie zu tragen.
Das alles bringe ich jetzt in der stille vor Gott.
[…]
Zu dir dürfen wir rufen:
Herr erhöre uns und erbarme dich unser.

Michael Schäfer

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