Kyrie 13

Palmsonntag –
der Tag des Jubels auf den Straßen Jerusalems.
Der Tag,
an dem alles gut zu werden scheint;
ein Triumph bahnt sich an.

Palmsonntag –
wir wissen,
wie es weiterging.
Erst Hosianna –
wenig später:
Kreuziget ihn.

Palmsonntag –
das ist der Tag,
an dem wir der Zwiespältigkeit
und Wankelmütigkeit des Menschen begegnen.
So sind wir:
Erst Hosianna,
dann Kreuziget ihn.
Unser Urteil heute klingt endgültig –
und ist morgen schon hinfällig.
Unser Glaube ist heute stark –
und morgen fällt Gott aus unserem Leben heraus.
Unsere Liebe blüht heute auf –
und morgen zeigen wir die kalte Schulter.
Heute kann sich einer auf uns verlassen –
und morgen lassen wir ihn hängen.
Nein,
wir halten es nicht durch,
das richtige Leben.
Immer kommt etwas dazwischen.

Als Christen bringen wir diese bittere Erfahrung vor Gott.
Er ist das,
was wir nicht sind:
beständig.
Deshalb können wir uns auf sein Versprechen
wirklich verlassen:
Kommt alle her zu mir,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
Deshalb wenden wir uns an ihn,
bitten um sein Erbarmen mit uns und sprechen:

<blockquote><i>Gott sei mir Sünder gnädig.
Der allmächtige Gott erbarme sich unser.
Er vergebe uns unsere Sünde
und führe uns zum ewigen Leben.</i></blockquote>Gott hat sich unser erbarmt.
Sein einziger Sohn ist ans Kreuz gegangen
und hat sein Leben gegeben,
damit wir aus der Versöhnung leben können.
Allen denen,
die an seinen Namen glauben,
hat er Macht gegeben,
Gottes Kinder zu werden,
und ihnen sein ewiges Leben verheißen.
Wer da glaubt und getauft wird,
der wird selig werden.
Das schenke Gott uns allen.

Thomas Lotz

print

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen