Kyrie 128

Ja, Herr,
ich will heute morgen den schnellen Pulsschlag
der vergangenen Woche hinter mir lassen
und beten.
Ich will heute morgen denken an das,
was ich wirklich will und brauche,
und danken.
Ich will heute morgen mit anderen zusammen sein
und singen
und hören
und loben.

Denn in der vergangenen Woche war für all das
in meinen Stunden so wenig Platz,
weil ich beschäftigt war mit so vielem:
den Ansprüchen meiner Mitmenschen,
von denen jeder etwas von mir haben wollte,
beschäftigt mit den vielen verlockenden Angeboten,
die durch die Medien an mein Ohr
und in mein Auge kamen,
beschäftigt mit meinen vielen Wünschen.
Und ich habe mich von all dem treiben lassen,
hin- und hergerissen.

So blieb ich,
Herr,
ohne Vertrauen,
dass ich in all dem nicht allein bin,
blieb ohne Liebe für die Menschen,
denen ich kaum Teilnahme schenkte,
und deren Anliegen und Gesichter nur vorüberhuschten,
blieb ohne Maßstäbe,
die mein Leben in sinnvollen Bahnen hielten.
Nimm nun alles von mir.
Ich will nun beten
und dir danken dafür,
dass du zu mir hältst
und mich bewahrt hast
und dich loben für diese Stunde,
in der ich hören will,
was du zu sagen hast.

Herr,
erbarme dich.

Bernd Bartilla

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