Kollektengebet 801

Unser Gott!
Vor dir brauchen
wir nichts zu beschönigen,
brauchen uns nicht zu maskieren
und zu verstecken.
Du bist kein Gott,
der im Hinterhalt lauert
und Gelegenheit sucht,
uns fertigzumachen.
Wir brauchen nicht
wie der Vogel im Käfig,
der den Weg nach draußen sucht,
oder die am Fensterglas hin und herjagende Fliege
den Weg ins Paradies zu suchen.
Du hast selbst die Tür geöffnet
und bist zu uns gekommen
als endlicher, vergänglicher Mensch
und zugleich dem Ewigen zugehörig.

Nimm die Angst
aus unseren Herzen.
Gib uns Mut und Gelassenheit,
dass auch wir
unser Dasein annehmen können,
das vergängliche und begrenzte,
und doch in ihm
auch das Ewige finden.
Gib uns nüchterne Erkenntnis der Wunden,
an denen wir selbst,
und an denen unsere Zeit leidet.

Deine Gegenwart ist auch über den Pforten,
die wir durchschreiten
zwischen Licht und Schatten
in unserem Leben.

Bernd Bartilla

print

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen