Gott will bei uns einziehen!

Gnade sei mit euch und Friede

Von dem der da ist

und der da war

und der da kommen wird,

Christus, unserm Herrn. Amen

         Off 1,4

 

 

Liebe Gemeinde,

stellen Sie sich vor: Gott will bei uns einziehen.

Einfach so!

Hat er geschrieben, durch Ezechiel. Wir haben’s ja eben gehört: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. (Ez 37, 27)

 

Gott will bei uns einziehen!

Einziehen in unsere WG!

Wie wird er wohl sein, dieser Gott?

Ein Langschläfer oder ein Frühaufsteher?

Wird aus seinem Zimmer laute Musik kommen? Spielt er vielleicht ein Instrument? Querflöte ginge ja noch … aber wenn er mit der Geige anfängt – oder Posaune übt?

Und was, wenn er ständig Übernachtungsgäste anschleppt? Die dann beim Frühstück meine Lieblingsmarmelade aufessen? Die vielleicht eine Sprache sprechen, die wir nicht verstehen?

 

Gott will bei uns einziehen!

In unsere WG!

Wo wir es uns gerade so gut eingerichtet haben. Naja, klar gibt es auch Streit bei uns.

Tom bringt nie den Müll runter und lässt seine Schmutzwäsche überall rumliegen. Putzplan ist für ihn ein Fremdwort …

Sandra breitet sich im Bad aus mit ihren Töpfchen und Tiegelchen.

Maja schnorrt sich so durch – naja, sie hat ja auch wenig.

Und Kim und Donald streiten sich ständig, wer der Größte ist. Dabei geht schon mal Porzellan zu Bruch … Echt anstrengend, die beiden …

 

Gott will bei uns einziehen!

In unsere WG!

Darf der das überhaupt? Müssen wir ihn denn aufnehmen?

Wir machen doch sonst auch Auswahlgespräche! Wer nicht zu uns passt, der kommt bei uns nicht rein. Diese Greta z.B., die würde nicht zu uns passen. Ständig von der Klimakatastrophe sprechen, das verdirbt uns ja die Laune.

Und Ali … naja, den konnte ja kaum deutsch. Und wenn der dann immer Hammel kocht und so komische Sachen … und er lädt seine Freunde ein und die sitzen dann an unserm Tisch … und dann holt er vielleicht noch seine Familie nach … Naja, da haben wir schnell die Tür zugemacht und dann so getan als wäre niemand zuhause.

Also … müssen wir Gott überhaupt aufnehmen? Können wir ihn nicht vor der Wohnungstür stehen lassen? Irgendwann gibt er vielleicht auf.

Ach, dem gehört das hier alles? Das Haus, das Grundstück, alles eben?

Tja, dann bleibt uns wohl nichts anderes übrig. Nicht, daß er uns rausschmeißt. Hat er ja schon mal gemacht. Ich sage nur: Sintflut.

 

Gott will bei uns einziehen!

In unsere WG!

Was, wenn er das beste Zimmer haben will, das größte mit Balkon und Blick auf den Wald? Donald hat das ja belegt. Der wird ganz schön sauer, wenn er da ausziehen muss!

Vielleicht geben wir Gott das Zimmer, das gerade leer steht. Das kleine neben dem Bad, wo wir die leeren Wasserkisten und den Fonduetopf und den Wäscheständer drin abstellen. Das kann man ja nicht richtig heizen, und es hat auch kein Fenster. Und es riecht da immer ein bisschen streng. Deshalb benutzen wir es höchstens als Gästezimmer.

Wenn Gott da einzieht, kann er sich nicht so breit machen bei uns. Dann stört er uns nicht so.

 

Gott will bei uns einziehen!

In unsere WG!

Was sagst du da? Er ist schon längst bei uns eingezogen? Durch die Hintertür?

Und was machen wir nun?

 

 

Amen

 

Und der Friede Gottes,

der höher ist als unsere Vernunft,

bewahre unsere Herzen und Sinnen

in Christus Jesus.

Amen

         Phil 4, 7

 

 

Zum Motiv des Einziehens vgl auch Joh 1:

10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht.

11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

 

Liedvorschläge:

EG 16, 1+2+5    Die Nacht ist vorgedrungen

EG 23, 1+3 (4) 5 (6) 7   Gelobet seist du, Jesu Christ

EG 4, 1-2+4   Nun komm, der Heiden Heiland

 

 

 

 

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