Gott riskiert die Beziehung mit dir (Mt 7,16-20)

Mt 7,16-20
[16] An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? [17] So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. [18] Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. [19] Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. [20] Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

Liebe Konfirmandinnen, Liebe Konfirmanden, Liebe Gemeinde,

Gott riskiert die Beziehung mit dir. Das das gilt haben wir vorletzten Sonntag beim Konfirmandengespräch gehört. Nun ist die Frage wie diese Beziehung aussieht. Um das deutlich zu machen, verwendet die Bibel das Bild von einem Baum. Darum habt ihr auf euerem Konfirmandenkreuz einen Baum abgebildet. (Kreuz zeigen) Ich will euch drei Arten von Menschen vorstellen, die mit diesem Baum zu tun haben:

1. Menschen die schlechte Früchte hervorbringen
Über diese Gruppe muss ich am wenigsten sagen, denn das weiß jeder, was gemeint ist. Das sind Menschen, die fluchen, die Eltern nicht achten, töten, ehebrechen, stehlen, lügen oder neidisch sind. Wohlgemerkt: das musst nicht alles erfüllt sein, da langt eines davon, um den ganzen Baum zu verderben. Denn wenn ein Apfel faul ist, dann steckt er alle anderen an, bis alle faul sind. Oder wenn ein Ast vom Pilz befallen ist, dann breitet er sich weiter aus. So ist es auch im Leben. Wenn die faule Frucht der Sünde nicht aus deinem Leben entfernt wird, steckt sie alles an und verdirbt das ganze Leben. Also wenn du merkst, das da ein Bereich in deinem Leben faul ist, schmeiß ihn raus, bevor er dein ganzes Leben ansteckt. Ich habe euch hier eine schimmlige Zitrone mitgebracht. Als meine Frau merkte, das sie schimmlig war, hat sie diese schnellstmöglich aus der Küche gebracht, damit sie nicht das andere Obst ansteckt. Und es gibt nur eine dauerhafte Hilfe, solche schlechte Früchte ohne Gefahr für die Umwelt zu entsorgen: die Beziehung zu Gott aufnehmen und die Vergebung Jesus Christi in Anspruch nehmen.

2. Menschen, die Blüten bringen
Das Ideal unserer Gesellschaft sind die Blüten und nicht die Früchte. Blüten sehen schön aus, duften wunderbar, aber sie sagen über die Art des Baumes nichts aus. Disteln und Dornen können schöne Blüten hervorbringen. Wer nur Blüten aber keine Frucht hervorbringt ist und bleibt ein Früchtchen. Eine Blüte der heutigen Zeit ist zum Beispiel, dass als Schönheitsideal der junge, schlanke Körper gilt. Und so setzt man alles dran, sich mit Diät und Operation in Form zu bringen. doch diese Blüte verblüht, ohne Frucht zu bringen. Blüte sein, bedeutet auch, dass es heute eine ganze Menge Jugendliche bis über die zwanzig hinaus gibt, die nicht erwachsen werden wollen. Halt! Ihr, Konfirmandinnen und Konfirmanden, ich weiß was ihr denkt: da musst ich dem Pfarrer widersprechen. „Ich will erwachsen werden.“ Doch wir haben wahrscheinlich beide recht, du willst 18 Jahre alt werden, den Führerschein machen und über die dinge des alltäglichen Lebens selber bestimmen. Doch das sind nur die äußerlichen Dinge. Ich frage dich, ob du auch innerlich erwachsen werden und Verantwortung tragen willst? Und dazu gehören einige Dinge: Erstens, wie sieht meine Beziehung zu Gott aus. Riskiere ich es mit ihm oder breche ich die Beziehung ab. Erst wenn du die Entscheidung getroffen hast, bist du auf dem Weg, erwachsen zu werden. Zweitens, was ist das Ziel für mein Leben. Unterziele auf dem Gesamtziel sind der Schulabschluss, der Beruf, der Lebenspartner. Für mein Leben habe ich als Gesamtziel gewählt, zu Gottes Ehre und zum Segen der Menschen zu Leben. Erst wenn du die Entscheidung für dein Gesamtziel getroffen hast, bist du auf dem Weg, erwachsen zu werden. Drittens, bist du bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wenn du immer alles von dir schiebst und nicht bereit bist, für das was du tust, verantwortlich zu sein, wirst du nie erwachsen. Erst wenn du Verantwortung übernimmst, bist du auf dem Weg, erwachsen zu werden. Wisst ihr, was ein Baum mit Blüten macht, die keine Frucht werden wollen: er wirft sie ab. Disteln können wunderschöne blühen und auch Dornensträucher geben die tollste Farbenpracht. Aber ihre Blüten geben keine gute Frucht, keine Äpfel und keine Birnen. So wie du von einer Distel keine Birnen und von einem Dornenstrauch keine Äpfel bekommst, gibt es in einem Leben, das sich nicht auf Jesus Christus gründet, keine bleibende Frucht. Hier haben wir auch die Antwort: was ist mit den vielen Menschen, die gut leben, gute Werke tun, oftmals viel bessere als die Christen. Ich gebe zu, diese Werke leuchten in den schönsten Farben und verbreiten den herrlichen Duft der Güte. Doch wenn sie ohne Jesus Christus geschehen bleiben sie am letzten Ende ohne Frucht und werden abgeworfen. Gute Werke ohne Jesus sind wie Blüten die irgendwann verwelken und abgeworfen werden. Hier habe ich euch eine solche Blüte mitgebracht, sie wird nie Frucht tragen. Darum ist es so wichtig, zu erkennen, dass Gott die Beziehung riskiert. Und nur wenn du mit ihm die Beziehung riskierst, kannst zu der dritten Gruppe gehören:

3. Menschen, die gute Frucht bringen
Das sind diejenigen, die es mit Gott riskieren. Sie tun gute Werke mit Jesus und schaffen so Frucht, die bleibt. Die Bibel nennt ganz klar, was für Früchte Gott erwartet: Galater 5, 22 Dagegen bringt der Heilige Geist in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung. Liebe: nicht nur zu den dir beliebten, sondern auch zu denen, die du nicht leiden kannst; nicht nur zu deine Freunden, sondern auch Liebe zu deinen Feinden; Freude: nicht nur, wenn es dir gut geht, sondern auch wenn du niedergeschlagen bist; nicht nur über die schönen Sachen in deinem leben, sondern auch über die Schwierigkeiten, weil sie dir helfen, dass Frucht reift. Gott hat nicht alle Schwierigkeiten aus meinem Leben genommen und es gab Zeiten, da habe ich nicht verstanden, warum Gott mich gerade in die schwere Situation gestellt hat. Doch im Rückblick kann ich bei allen diesen Situationen sagen, dass Gott mich durch sie hat reifen lassen, damit ich Frucht ringen kann. Und weil das so ist, kann ich mich auch über die schweren Situationen freuen. Frieden nein nicht den in der Welt, sondern zu deiner Familie und Eltern, der in der Schule mit den Lehrern und einen Mitschülern. Geduld: eine Frucht an der ich üben muss: mein Lieblingsgebet ist: Herr, schenke mir Geduld, aber bitte sofort. Freundlichkeit: ich kenne einige Leute, die sind vorne herum stinkfreundlich, aber hintenrum ziehen sie dann über andere her. Diese Art von Freundlichkeit ist nicht gemeint. Es geht darum, das wir über den andern freundliche Worte reden, wenn er nicht da ist. Güte: kommt von gut und heißt deswegen, dem anderen gutes tun; und zwar nicht nur, wenn es mir nutzt, sondern grundsätzlich. Treue: wenn du etwas versprichst, hältst du es auch; das ist gerade heute in unserer unverbindlichen Zeit wichtig; Besonnenheit wenn dich jemand ärgert, schießt du nicht gleich zurück; Rambo ist keine Figur aus dem Himmel, sondern aus der Hölle. Selbstbeherrschung Ich will alles und das sofort; Selbstbeherrschung ist eine Frucht, die euch schwer fallen wird in einer Gesellschaft in es üblich bei Gelegenheit miteinander ins Bett zu steigen. Als rückständig verschrieen ist sie dagegen der größte Fortschritt, der euch passieren kann: ihr lernt wahre Liebe kennen, die es nicht ohne treue und warten geht.

Puh, das war jetzt eine Latte, aber da ihr weder Rambo, noch Superman, noch Herkules seid, schafft ihr das nicht von euch aus. Wie der Baum im Garten braucht auch der Lebensbaum Düngung, Licht und den Schnitt in die richtige Form. Dann gibt es Frucht, so wie diesen Apfel hier. Die Düngung für dein Leben ist die Bibel, das Licht Gottes strömt durch sie in sein Leben und der Baum-Schnitt, sind die Gesetzte Gottes, die dich Form halten, damit du Frucht bringen kannst. Auf euerem Kreuz, dass ihr bekommt, habt ihr einen Baum, der zeigt, wie es sein soll. Auch das Kreuz an dem Jesus hing, wurde aus einem Baum gemacht. Das war die schlechteste Frucht, die wir Menschen überhaupt hervorbringen konnten: Gottes Sohn zu töten. doch aus diesem Kreuz wächst der Baum der gute Frucht bringt. Daran wird deutlich: durch den Tod Jesu, will Gott uns unsere Schuld vergeben.. Auf euerem Kreuz hängt Jesus, der Baum, der gute Früchte bringt. Das soll euch immer daran erinnern, dass Gott euch zu einem solchen Baum bestimmt hat. Ob ihr euerer Bestimmung entsprechend lebt, ob ihr die Beziehung mit Gott riskiert, das liegt an euch. Ihr könnt das aber immer ganz aktuell überprüfen, an den Früchten die in eurem Leben wachsen: Galater 5, 22Dagegen bringt der Heilige Geist in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung. Noch einen ganz praktischen Teil möchte ich ansprechen. Ob der Konfirmandenunterricht Frucht gebracht hat, wir sich bei euch zum ersten mal nächsten Mittwoch zeigen. Dort wollen ein Thema besprechen, das ihr euch gewünscht hat. Dann wird es sich weiter zeigen, ob ihr in Jugendkreis und Gottesdienst kommt. Beachtet das, damit ihr keine Früchtchen werdet, sondern Frucht bringt.

print

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen