Fürbitten Ewigkeitssonntag

„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“ hat Martin Luther einst gedichtet. Und recht hat er damit, lieber Gott. Wir haben gedacht, wir könnten den Tod so lange es irgend geht aus unserem Leben ausklammern, tabuisieren, totschweigen. Aber wer kann denn schon den Tod totschweigen? Immer wieder taucht der Tod in unserem Leben auf. Nicht nur dort, wo liebe Menschen alt und gebrechlich werden, sondern auch dort, wo Menschen durch eine schwere Krankheit oder einen schlimmen Unfall jäh aus diesem Leben gerissen werden. Der Tod taucht immer wieder an den Grenzen unseres Landes auf, wo Menschen auf der Flucht mit ihren Schlauchbooten im Mittelmeer kentern und bitterlich ertrinken. Er taucht dort auf, wo Menschen einander Böses wollen und den Tod als letztes Mittel zum Zweck missbrauchen. Und der Tod taucht im Augenblick verstärkt auf den Intensivstationen unserer Krankenhäuser auf, wo Menschen durch Covid-19 oder was auch immer mit dem Leben ringen. Es hilft also nicht, den Tod totzuschweigen. Wir müssen mit ihm leben lernen. Und so bitten wir dich heute, hilf uns dabei. Hilf uns dem menschengemachten Tod zu widerstehen, wo immer es nur geht. Hilf uns, wenn liebe Menschen in unserem Umfeld auf den Tod zugehen und schenke uns die Kraft, sie behutsam und würdevoll auf diesem Weg zu begleiten. Nimm uns die Angst vor dem Sterben und lass uns darauf vertrauen, dass der Tod die Tür ist, die uns alle einmal in das ewige Leben führt. Amen.

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