Fuerbitten 510

Herr,
wir kommen zu dir im Gebet,
um in uns Platz zu machen
für einen anderen als uns selbst.
Wir kommen zu dir,
um unseren Blick frei zu machen von dem,
was blind macht,
um uns zu lösen von Zweifel,
Mutlosigkeit und Zorn,
von allem,
was uns gefangen hält.
Dort,
wo wir uns in unserer Verbitterung winden,
öffne uns für deine Zärtlichkeit.
Dort,
wo wir krampfhaft nach Liebe suchen,
führe uns zu deiner fröhlichen Freigebigkeit.
Dort,
wo wir befürchten,
zu kurz zu kommen,
lass uns diesen Mangel
als Quelle deines Reichtums erfahren.
Herr,
unser Gebet soll auch diejenigen begleiten,
die in Not sind
und Ausdruck des Dankes sein
für glückliche Stunden,
die wir erleben dürfen.
Wir nennen all diejenigen,
deren Leben wie Glasscheiben zu zerspringen scheint,
die sich und andere in Frage stellen,
die sich in Trauer oder Krankheit einsam fühlen.

[…]

Wir freuen uns aber auch mit denen,
die wieder Tritt gefasst haben in ihrem Leben
und sich auf das Morgen freuen können.

[…]

All denen,
die auf dem Weg sind
oder ihren Glauben anders leben als wir,
wollen wir offenherzig begegnen.
Schütze uns vor Genügsamkeit,
schenke uns vielmehr die Freundlichkeit deiner Augen,
mit der du jeden einzelnen Menschen anblickst,
diesen Blick,
den wir jetzt spüren dürfen,
wenn wir miteinander das Gebet deines Sohnes sprechen.

Vater unser …

Andreas Reinhold nach einem Gebet von Lytta Basset

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