Fuerbitten 229

Gott,
du Herr über Leben und Tod,
du nährst unsere Sehnsucht nach einem Leben ohne Angst.
Du lässt uns nicht stehen bleiben bei unserer Furcht vor dem Tod.
Du bestätigst unsere Hoffnung auf Leben
und hast uns versprochen,
all unsere Tränen abzuwischen.
Und weil wir unser Leben und Sterben dir anvertrauen,
bitten wir dich:

Lass uns nicht nur für unser eigenes Leben,
sondern auch für das kommender Generationen sorgen
und der Plünderung unseres Planeten entgegenwirken.
Lass uns alles Lebendige als dein Geschöpf achten
und Herrschen als Bewahren und Pflegen verstehen.
Verweigere uns in Wirtschaft und Politik das Geschäft mit dem Tod
und die faule Toleranz mit allen,
die solche Geschäfte betreiben.
Lass uns eintreten für eine gerechte Wirtschaftsordnung weltweit
und mach uns bereit
Macht, Einfluss und Wohlstand zu teilen mit denen,
die in Hunger und Armut leben.

Auch wir sind Teil der nach Freiheit seufzenden Kreatur,
die sich sehnt nach der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes,
die du uns verheißen hast.
Lass uns diese Hoffnung und Sehnsucht nicht verlernen
und sie mitnehmen an die Gräber derer,
die uns im Tod vorausgegangen sind.

Gib ihnen Ruhe bei dir
und lass sie deine Güte erfahren.
Wir nennen dir in der Stille ihre Namen
und erinnern uns an das Gute,
das ihr Leben uns und anderen gebracht hat.

[Stille]

Wir bitten dich für die Trauernden,
die ihren Schmerz nicht überwinden können.
Tröste sie durch dein Wort
und lass uns ihnen nahe sein.
Wir bitten dich für alle,
die sich verlassen fühlen und einsam zurückbleiben.
Begleite sie durch ihre Tage
und schenkt ihnen neuen Lebensmut.
Wir bitten dich für uns selbst.
Behüte uns,
wenn wir um unser Leben fürchten
und bewahre uns vor Bitterkeit,
wenn unsere letzte Stunde kommt.

Wir warten auf deinen Tag,
wenn deine Gemeinde aus allen Völkern zusammenströmt,
und mit allen ,
die vor uns den Weg des Glaubens gegangen sind,
bekennen wir:
Du Herr, bist ewig.
Deine Zeit hat kein Ende.
Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit.

<i>[Nach Motiven aus: "Höre uns Herr!", Hans Christian Knuth (Hrsg.), Gütersloh 1982, (S.142ff).]</i>

Johannes Taig

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