Es gibt keine Hirten mehr

Es gibt keine Hirten mehr,
die führen über weite Strecken
um gutes Weidland zu entdecken,
die gibt es heut nicht mehr.

Man sah sie oft in braunem Loden
von Wind und Wetter, sturmgegerbt,
doch freundlich und ganz unverderbt,
den Hut tief ins Gesicht gezogen.

Mit Hütehund, dem besten Freund,
zog der Hirt mit seiner Herde
über diese schöne Erde
mit Gott und der Natur vereint.

Es gibt keine Hirten mehr,
die Arbeit wird nicht mehr gebraucht,
denn ein Zaun tuts schließlich auch,
und Arbeitskraft ist teuer.

Auch die Schafe sind ja nicht,
das, was sie noch früher waren,
nein, sie haben keine Namen
niemand kennt ihr Angesicht.

Statt von Herden spricht der Bauer
Heute von den Produktionen
Und die müssen nun mal lohnen
Sonst wird ihm das Leben sauer.

Es gibt keine Hirten mehr,
es gibt niemand, der voll Liebe
sorgt für alle seine Tiere
wie eine Mutter für ihr Kind
sowas gibt es heut nicht mehr.

Niemand führt zu frischen Wassern
Niemand deckt uns einen Tisch
Niemand sagt in dunklen Tälern:
Du bist mein Kind, fürchte dich nicht.

Es gibt keine Hirten mehr.
Das ist traurig aber wahr.
Auch ein Schaf ist nicht mehr das,
was es früher einmal war.

Wer will sich denn noch leiten lassen?
Wer ist hier, der nicht allein
Und aus völlig eigner Kraft
Sein Leben will gestalten?

Wer will denn heute Schaf noch sein?
Wer will sich führen lassen?
Wer will denn heut noch voll Vertraun,
die Hand des Vaters fassen?

Wir sind ja groß, wir brauchen nichts.
Wir brauchen keinen Hirten.
Wir brauchen keinen, der uns führt
Zu völlig neuen Werten.

Es gibt keine Hirten mehr.
die führen über weite Strecken
um gutes Weidland zu entdecken,
das gibt es heut nicht mehr.

Nur tief ins uns, da bleibt ein Sehnen:
Ach wär da doch nur wieder wer,
an dessen Schulter uns zu lehnen
uns Trost und große Hilfe wäre.

Ach wär da doch nur dieser Eine
der für uns sorgt und uns beschützt,
der tut, was uns zum Guten nützt,
der mich umarmt, wenn ich mal weine.

Ich bin, hat Jesus mal gesagt,
ich bin der gute Hirte
ich kenne und bewirte,
den, der es mit mir wagt.

Ich kenne meine Schafe,
ich weiß all ihre Namen
und die, die zu mir kamen,
die hören meine Stimme,
vertrauen mir im Schlafe.

Ich bin der gute Hirte.
Ich lasse selbst mein Leben
Und will es für die geben,
die ich bis dahin führte.

Wir hören Jesus Stimme.
Wir glauben seinem Wort.
Ob wir vertrauen können?
Finden wir den Hort?

Es gibt keine Hirten mehr.
Es gibt nur noch den einen
Und er, er kennt die Seinen
Und liebt sie gar so sehr.

Herr Jesus, hilf uns glauben,
an dich und an dein Tun
hilf uns, dir zu vertrauen
nicht auf uns selbst zu bauen
und lass uns sicher ruhn.

Nimm von uns unsere Sorgen.
Sei bei uns in der Nacht
Halt Du an unsrer Seit die Wacht
Und stärk uns für das Morgen.

Du bist Hirte und bist Herr
Führst uns durch weite Strecken
Das Weidland zu entdecken.
Wir fürchten uns nicht mehr.

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