Ein Weg mit Gott (1. Joh 3,18)

1. Joh 3,18
[18] Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.

Liebe Eltern und Großeltern, liebe N.N. und lieber N.N.! Liebe Gemeinde!

Als ich am Mittwoch zum Taufgespräch bei Ihnen war, lag M. auf einer Decke und schaute mit ihren schönen großen Augen in die Welt. Das ist schon ein schöner Anblick, so ein Kind und mir kamen zwei Einfälle: Das erste, was ich dachte: Es ist alles angelegt in diesem kleinen Menschen. Eigentlich ist M. schon fix und fertig als Mensch, sie muss nur noch wachsen, sich entwickeln und dann passt sie eines Tages schon in diese Welt. Ihren Platz in der Familie N.N. hat sie bereits als jüngste Tochter. Dabei wird sie mit viel Liebe bedacht und wird sich eines Tages geborgen und wohl fühlen, da bin ich mir sicher.

Das andere aber, was mir einfiel, ist dies: „Wenn Du ein kleines Kind siehst, dann hast Du den lieben Gott auf frischer Tat erwischt.“ So hat es Luther einmal gesagt und ich denke sehr oft, dass es so ist.

M. ist da. Und damit kommt eine Veränderung in die Familie. Sie lassen M. heute taufen und lassen ihr damit das Beste angedeihen, was einem Menschen überhaupt mitgegeben werden kann. Sie bringen M. in die Nähe Gottes und nachdem sie das Kreuzeszeichen vorhin bekommen hat, werden wird die Zusage Gottes nachher mit der Taufe besiegeln.

Gott sagt JA zu M. Und er tut dies, ohne eine Bedingung zu stellen. Er tut dies aus Liebe und weil er Sehnsucht nach uns Menschen hat. Am Anfang also steht die Taufe und die Taufe mündet nun in ihrer Verantwortlichkeit, liebe Eltern, die Sie M. an nächsten stehen. Und auch Sie beide, liebe N.N. und lieber N.N. sind hineingenommen in die Aufgaben, die sich stellen. Welche Aufgaben sind das? In erster Linie können Sie dazu helfen, dass der Taufspruch, den M. heute bekommt, wahr wird. Wie geht das? Ich denke, dass zwei Dinge schon ausreichen: Leben Sie M. vor, was Wahrheit ist. Zeigen Sie M., erzählen Sie M. immer wieder und ohne müde zu werden, wo der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge liegt. Und das andere ist dies: Geben Sie M. immer wieder zu verstehen, dass sie ein kostbarer Mensch ist. Ein Mensch, der sich eines Tages selber annehmen, sich selber lieben kann und damit auch fähig wird, andere zu lieben.

Ich weiß wohl, dass das eine große Aufgabe ist, aber Sie sind dabei nicht alleine, sondern Gott wird Sie dabei begleiten und wird sich dabei treu und wahrhaftig erweisen.

Ja, in diesem kleinen Kind ist alles angelegt: die Liebe zur Wahrheit und die Fähigkeit im christlichen Glauben sich bilden zu lassen.

Sehen Sie, das wäre ein schönes Ziel, wenn M. eines Tages von sich aus sagen würde: Ich glaube an Gott und freue mich darüber, dass Gott mich liebt, so wie meine Eltern und N.N. und N.N. es tun. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, der Schönes und Schweres in sich birgt, aber es ist ein Weg, auf dem Gott Sie begleitet.

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