Das geschenkte Geheimnis

Liebe Gemeinde,

"Und tatsächlich: Wie unermesslich groß und einzigartig ist das Geheimnis des Evangeliums!"

Das Evangelium, die frohe Botschaft von Jesus Christus, ist ein Geheimnis, das nicht auf der Straße herumliegt. Wenn wir jetzt durch die Straßen gehen, sehen wir den weihnachtlichen Schmuck, die hell erleuchten Schaufenster, die Christbäume. Alles das gehört zu Weihnachten, aber alles das ist nicht das Geheimnis der frohen Botschaft von Jesus Christus, es ist nur die Hülle, in der es steckt. Ein Geschenk steckt im Geschenkpapier. Es wurde liebevoll eingepackt. Damit ich herausfinde, was darin ist, packe ich es aus. Auch ein Geheimnis hat es nötig, das es ausgepackt wird. Es soll nicht in der Verpackung bleiben. Es darf bekannt gemacht werden. Und damit das geht, hat Gott sich sichtbar gemacht, durch seinen Sohn, der in der Krippe liegt:

"Als Mensch ist Christus in diese Welt gekommen." Das heißt, Jesus Christus ist Mensch geworden. Der Blick geht nach Bethlehem; der ewige Gottessohn kam in die Menschheit hinein. Von einer menschlichen Mutter wurde er in diese Welt hinein geboren, in armselige Verhältnisse: »Bei einer Weihnachtsfeier im Kindergarten wurden die Kleinen gefragt, warum Gott seinen Sohn nicht im Kaiserpalast zu Rom oder in der Königsburg von Jerusalem hat zur Welt kommen lassen, sondern ausgerechnet in Bethlehem, im letzten Winkel der Welt und auch noch in einem Stall. Einen Augenblick nachdenkliche Stille bei den Kindern. Dann meldet sich einer zu Wort: „Ist doch klar", sagt er, „sonst hätten ja die Hirten mit ihren schmutzigen Stiefeln nicht zum Jesuskind kommen können!"« (Quelle: Dieter Böhm auf www.jesus-online.de) Dadurch wurde deutlich gemacht: Alle Menschen sind gemeint, allen gilt die Geburt dieses Kindes.

"Bestätigt wurde er durch den Heiligen Geist."
Viele Menschen denken, was soll ein Kind in der Krippe mir schon helfen. ein Baby, was sollen davon für Lebenskräfte ausgehen. In Jesus liegen alle Kräfte der Lebens, die Fülle Gottes, die Hoffnung für die ganze Welt verborgen. aber viele Menschen gehen in ihrem Stolz und in ihrer Überheblichkeit vorbei. Napoleon wollte die ganze Welt erobern. Eines Tages wurde ihm gesagt, man könne mit Dampfmaschine mächtige Kriegsschiffe betreiben. solche Schiffe würden ihm seinem Ziel wesentlich näher bringen. Napoleon sah zum Fenster hinaus und sah wie jemand eine Zigarette rauchte und fragte dann spöttisch: "So ein bisschen Dampf soll ein Kriegsschiff antreiben?" Damit war für ihn der Vorschlag erledigt. Sein Stolz und sein fehlendes Vertrauen in die Kraft des Wasserdampfes hinderten ihn daran, sich diese ungeheure Energie zunutze zu machen. So wie die kraft des Dampfes nur sichtbar wird für den Menschen, der eine Dampfmaschine einsetzt, so wird das Geheimnis der frohen Botschaft von Jesus Christus nur sichtbar für den Menschen, der glaubt, darum heißt es hier:

"Er erschien seinen Jüngern" Menschen, die sich auf Jesus einlassen, dürfen das geschenkte Geheimnis als erste auspacken. Ein Geheimnis, das auch auf not- und leidvolle Fragen unseres Lebens eine Antwort gibt: Hierher gehört aber auch die Frage nach dem 11. September diesen Jahres. Warum gibt es soviel Böses in der Welt, kann es da überhaupt noch Weihnachten werden. Die Antwort auf dem 11. September die mir am meisten eingeleuchtet hat, kam von der Tochter von Billy Grahams, Anne Graham-Lotz auf die Frage "Wie konnte Gott das alles zulassen?". Ich zitiere: "Ich glaube, dass Gott das alles genauso traurig gemacht hat wie uns … aber wir haben ihn ja jahrelang, aufgefordert, sich aus allem herauszuhalten: aus unseren Schulen, aus unserer Politik-, aus unserem Leben. Und weil ich glaube, dass Gott ein Gentleman ist, hat er sich dann still zurückgezogen. Wie können wir erwarten, dass er uns seinen Segen und seinen Schutz gibt, wenn wir von ihm verlangen, dass er uns in Ruhe lässt?" Gott wartet, das wir sein geschenktes Geheimnis auspacken. Gerade im Blick auf den 11.September können wie Weihnachten feiern. Die Maria und Josef mussten wegen der Willkür der kaiserlichen Volkszählung nach Bethlehem gehen. Sie mussten wegen der Willkür eines Tyrannen, der in Bethlehem alle Jungen bis zwei Jahre umbringen ließ, Asyl in Ägypten beantragen. Weil das die Hoffnung in allen Katastrophen dieser Welt ist, darum gilt von dem geschenkten Geheimnis, es:

"wurde gepredigt den Völkern der Erde." Und nun nimmt sich Gott sehr viel Zeit -jetzt schon fast 2000 Jahre -, um diesen Frieden den Menschen durch sein Evangelium anzubieten. Noch immer streckt er uns seine Hand entgegen. Vor geraumer Zeit fand eine christliche Tagung statt, auf der man beriet, wie der christliche Glaube am besten gepredigt werden könnte. Die Teilnehmer sprachen von Öffentlichkeitsarbeit, von Büchern, Schriften und von vielem andern mehr, was es an technischen Möglichkeiten gibt. Da meldetet sich ein junges Mädchen aus Afrika zu Wort und sagte: "Wir schicken in die Dörfer, die wir für das Evangelium gewinnen möchten, keine Schriften. wir schicken eine gläubige Familie dorthin, damit die Dorfbewohner sehen, was christliches Leben ist. Denn nur unser Vorbild sehen die Menschen, was christlicher Glaube ist." Das Vorbild macht, so es ist es bis heute, weil es Menschen gibt, die den christlichen Glauben verbindlich leben, darum gilt:

"In aller Welt glauben nun Menschen an ihn." Zwar gibt es keine Zweifel darüber, dass nicht die Massen Jesu Nachfolger sind. Nicht jeder Gottesdienst ist so voll wie diese Christvesper. Erst im Alltag erweist sich, ob unser Glaube in allen Dingen auf Gott vertraut: Ein Bauer begegnet mit einem Sack voll Weizen auf dem Rücken dem lieben Gott. "Schenke mir Weizen", bittet ihn Gott. Da sucht der Bauer das kleinste Weizenkorn heraus und reicht es dem lieben Gott. Dieser verwandelt das Weizenkorn in Gold und gibt es ihm zurück. Da ärgert sich der Bauer, dass er ihm nicht den ganzen Sack geschenkt hat. Das du in diese Christvesper gekommen bist zeigt, das du Gott ein Weizenkorn deines Lebens gegeben hast. Er wird es segnen und diesen Besuch für dich in Gold verwandeln. Doch er will sich damit nicht begnügen, er will dir mehr geben. Das geschenkte Geheimnis ist größer, als dieser Besuch, du dir vorstellen kannst: Gib dein ganzes Leben, gib den ganzen Sack Gott, dann wir er dein ganzes Leben segnen. Er wird es in das Gold einen sinnerfüllten und fruchtbaren Lebens verwandeln. Und dein Leben gewinnt Ewigkeitsperspektive, denn dann wirst du mit Jesus in seine Herrlichkeit aufgenommen:

"Er wurde aufgenommen in Gottes Herrlichkeit." Das entsprechende Wort aufgenommen heißt im Urtext »emporheben« und findet sich zur Zeit Jesu nicht selten in Thronbesteigungsliedern, die bei der Einsetzung eines neuen Königs gesungen wurden. Ein neuer König hat mit seiner Thronbesteigung offiziell die Herrschaft über das Land, sein Reich übernommen. Hier ist also nicht nur die Herrschaft Jesu angekündigt, sondern er hat sie schon übernommen. Die menschlichen Regierungen in dieser Welt haben ihre Regierungsprogramme, auch zur Befreidung von Kriegsgebieten wie die Einsätze in Afghanistan und Bosnien zeigen.. Unser Gott, der Schöpfer und Herr dieser Welt, hat auch sein Programm zur Befriedung der Welt: Es ist sein Christus-Programm. Hier wird es mit knappen Strichen gezeichnet und vor Augen gestellt. Packe nicht nur die Geschenke unter dem Christbaum aus, sondern packe auch das von Gott geschenkte Geheimnis der frohen Botschaft von Jesus Christus aus, dann kann es auch in deinem Leben Weihnachten werden.

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