Eine kurze Prioritätenliste

(Dieser Predigt ist in weiten Teilen durch eine Predigt zur gleichen Textstelle von Wilfried Engemann beeinflusst: „Eigentlich bin ich ganz anders – nur komm’ ich so selten dazu! Über Selbstvergessenheit und Selbstliebe.“) Das Wichtigste ist das Verständnis. Und natürlich die Empathie. Es ist kurz vor halb acht morgens. Wir müssen

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Wie liebt man eigentlich Gott?

Im Markus-Evangelium wird uns berichtet, wie Jesus in eine ganze Reihe von Streitgesprächen verwickelt worden ist. Und dann steht da folgendes: Ein Schriftgelehrter hatte diesem Wortwechsel zugehört und war von der Antwort beeindruckt, die Jesus den Sadduzäern gegeben hatte. Er ging zu ihm hin und fragte ihn: »Welches ist von

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Rom! (Röm 9, 1-5.31 – 10,4)

Liebe Gemeinde! Ich habe hier Dein Bewerbungsschreiben, Paulus.  Du hast damals in Kleinasien christliche Gemeinden gegründet; bei uns heißt das heute Türkei bzw. Griechenland.  Und bist immer weitergezogen.  Du hast Kontakt gehalten zu diesen Gemeinden über Briefe.  Immer gab es Fragen, Konflikte. Wie das eben so ist in menschlichen Gemeinschaften. 

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Verbunden in der Hoffnung

Von Hoffnung und ihrer Enttäuschung ist heute zu reden, von Sehnsucht auch und ihrer Erfüllung. Und das anhand eines Textes aus dem Alten Testament, der zu den jüngeren Abschnitten dieses Teiles unserer Heiligen Schrift gehört, des Teiles, den wir mit unseren jüdischen Schwestern und Brüdern gemeinsam haben und deswegen manchmal

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Gottes Gnade ist nichts für Fundamentalisten

Liebe Schwestern und Brüder!  Wie sieht Gottes Erbarmen und Gnade aus? Und wer definiert,  wer Gott und was sein Wille ist? Islamisten, Terroristen, feige Mörder, die meinen den Namen einer Religion zu missbrauchen, um ihre pervertierte Gottesvorstellung mit brachialer und selbstzerstörerischer Brutalität im Namen Allahs durchzusetzen und alles Leben auszulöschen?

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… ist die einzige die fehlt.

Die Abartigkeit der Zeit in der wir leben, fußt auf der falschen Annahme dass ein anderer mehr sei als sein nächster. Beruft sich lächerlicherweise auf die Idee, dass mein Gott größer ist als deiner, als du, als alles, was du liebst und was du bist. Diese Haltung ist eine Unverschämtheit,

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Fragmentarisches Stück über die Liebe zu Gott

Der Vorhang öffnet sich. „Ach, Säulen“, durchfährt es mich mit Schrecken. Theaterstücke, deren Bühnenbild im Wesentlichen aus Säulen besteht, atmen meist – nein – immer den Geist gequälter Langeweile. Torquato Tasso steht auf dem Programm. Ein Stück von Goethe. Später lese ich im Theaterführer: Das Stück gilt als unaufführbar. Nicht

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Kann man im ALDI fromm werden?

Liebe Gemeinde, I. Wortlos können wir nicht lange leben Glaube wird nicht wortlos weiter gegeben. Aber manchmal im Leben werden wir wortlos. Funktionieren nur noch. „Wozu das alles?“, stöhnen unsere Gedanken auf. „Ich kann nicht mehr,“ pflichtet die Seele bei. Eine Frau schleppt sich den Berg hinauf. Wasser holen. Wenn

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Gottessehnsucht

Griechenland, Spanien, Portugal, aber noch viel mehr Lettland und Litauen – diese Länder haben ein Pro­blem. Nicht nur, dass Sie an sich schon besonders unter der Schuldenkrise zu leiden haben, nein, diese hat noch eine bösartige Nebenwirkung: Sie vertreibt die Menschen aus diesen Ländern und zwar besonders die jungen und

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Einen Wächter bitte!

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde, liebe Gäste, „O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen.“ Eine Stadt steht im Mittelpunkt der heutigen Predigt, ja des heutigen Sonntags: Jerusalem. Der Profet, der im letzten Teil des Jesajabuches

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Sprechend wandelt uns Gott

Liebe Gemeinde, Sonntag für Sonntag hören und bedenken wir Texte der Bibel. Was bringt uns das? Diese Frage stellen nicht nur die Konfirmanden. Heute wollen wir diese einfachen Frage nachgehen. Da haben Propheten vor tausenden von Jahren geredet. Andere haben es aufgeschrieben. Was bringt uns das? Woher wussten Propheten, was

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Jerusalem

Liebe Gemeinde; „Jerusalem. Geh ein, geh ein durch die Tore. Räumt die Steine weg.“ Erste Junihälfte 2011. Anflug auf Tel Aviv. Gegen 1500 Uhr landen wir. Flughafen, wie überall auf der Welt. Glas, Stahl, Beton, Klimaanlage. Die Einreisekontrolle geht erstaunlich rasch und unkompliziert. Where do you come from now? Frankfurt.

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Mitleiden statt resignieren

Liebe Brüder und Schwestern hier in Daubitz, liebe Brüder und Schwestern an den Radios zu Hause! Gnade sei mit Euch und Friede von dem, der da ist, der da war, und der da kommt! Ein Blick in den Briefkasten in diesen Tagen zaubert manch einem ein Lächeln ins Gesicht: Urlaubspost

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Das Leben neu gestalten

Israel wurde von Gott aus Ägypten befreit, weil es ein ganz besonderes Volk war. Das Volk, das er sich auserwählt hatte. Gottes Bevollmächtigter war Mose, den wir gerne darauf reduzieren, dass er Findelkind im Körbchen war oder, dass er Gebotsempfänger war, der Gebote unter dem Arm zornig auf das Goldene

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Fuerbitten 941

Zu dir beten wir für Jüdinnen und Juden, unsere Brüder und Schwestern im Glauben. Hilf ihnen, Frieden zu erleben und Frieden zu geben. Zu dir rufen wir: Herr, erbarme dich … Zu dir beten wir für die Menschen in den Krisenregionen aller Welt. Hilf ihnen auf einander zu hören, statt

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Kollektengebet 940

Guter Gott, dein Sohn Jesus Christus hat uns ins eine Gemeinde gerufen, uns zu Schwestern und Brüder gemacht. Hilf uns, dass wir diese Zusage wirklich leben, dass wir immer neu die Kraft gewinnen Menschen anzunehmen als Gabe, die du uns schenkst. Hilf uns, unsere Mitmenschen zu sehen als Menschen, die

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Kyrie 939

Manchmal versteh ich deine Wege nicht, guter Gott. Manchmal kann ich nicht akzeptieren, dass du auch die Menschen liebst, die ich für nicht liebenswert halte. Manchmal meine ich, ich wüsste es besser als du. Dann will ich nicht staunen über dich und deine Gnade. Dann will ich klare Verhältnisse, deutliche

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Solidarität und Kritik

Israelsonntag: Früher hieß er Judensonntag und war auch manchmal ein Tag der Agitation. Nie vergessen dürfen wir dabei den Anteil der christlichen Kirchen an Judenpogromen und dem Holocaust. Voller Scham müssen wir heute bekennen, dass ein wesentlicher Teil der Nazi-Ideologie nur deswegen gelang, weil die Kirchen bereitwillig halfen beim Ariernachweis

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Kyrie 863

Manchmal sitzen wir im Eck und sind traurig. Zu einem Häufchen Elend werden wir, weil uns auffällt, was falsch läuft in unserem Leben. Wir sehen unsere Fehler und unser Versagen. Wir sehen, was wir anrichten mit unserem Stolz und unserer Selbstsicherheit. Wir sehen, wie wir andere Menschen mit Füßen treten.

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Kollektengebet 864

Herr unser Gott, manchmal wissen wir nicht, wie wir der Verantwortung gerecht werden können, die du uns schenkst. Dann reagieren wir unbeherrscht und machen kaputt, was wir eigentlich aufbauen wollen. Darum bitten wir dich. Sei bei uns, wenn wir Entscheidungen fällen und Verantwortung wahrnehmen. Begleite uns, wo wir allein zu

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Fuerbitten 865

Dich, Gott, bitten wir für Menschen, die zu Opfern werden in einer unmenschlichen Welt von Hass und Verfolgung. Zu dir rufen wir: Herr, erbarme Dich … Dich, Gott, bitten wir für Kinder, die niemand liebt, die gequält oder misshandelt werden. Zu dir rufen wir: Herr, erbarme Dich … Dich, Gott,

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Heimsuchung

Liebe Gemeinde in Ellingen, Ja, die Geschichte kennen wir ja nun schon lange, Jesus weint über Jerusalem und treibt die Händler aus dem Tempel. Große Emotionen von Trauer und Wut in Szene gesetzt, dass wir es schier als Film in unseren Gedanken haben. Früher war das leichter zu verstehen, da

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Halt doch mal ein

Liebe Gemeinde! Halt doch mal ein! Mit diesem Ruf erinnert uns heute der Posaunenchor daran, den Sonntag zu begehen, miteinander den Gottesdienst zu feiern und anschließend miteinander zu essen und zu trinken, Freunde und Bekannte zu treffen, zu erzählen und zu klönen. Halt doch mal ein! Mit diesem Ruf spricht

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Von der leidenschaftlichen Liebe Gottes

Liebe Gemeinde, als Predigttext hören wir heute einen Abschnitt, der dem Apostel Paulus (Schriftlesung, Römer 11, 17-24.29-32) zu widersprechen scheint, und allen Recht gibt, die sich gerade nicht mit dem jüdischen Volk verbunden fühlen, sondern sich klar von den Juden abheben: „Die hatten ja ihre Chance, aber sie haben sie

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Wunderbar gemacht

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften. Das andere ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“ Diese Aussage Jesu steht im Zentrum des heutigen Textes. Es geht um Liebe in dreifacher Richtung: Liebe

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Kritik der Liebe

Predigt über Lukas 19,41-48 Liebe Gemeinde, „Im Jahre 70 n. Chr. wurde nach zahlreichen antirömischen Unruhen Jerusalem von Titus, dem Sohn des römischen Kaisers Vespasian, belagert, in einem grausamen Kampf mit zahllosen Opfern eingenommen und weithin zerstört. Zu diesem Zeitpunkt war die Stadt wegen anstehender Festtage von vielen Besuchern übervölkert.

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Zweige eines Stammes

Es kam oft vor in meiner Schulzeit: Im Sportunterricht stand "Völkerball" auf dem Programm oder Handball, der Lehrer bestimmte zwei der Besten als Mannschaftsführer, und die durften wählen – so wurden die beiden Gruppen zusammengestellt. Ich war nie einer von ihnen. Die Starken zuerst. Die Guten. Die Leistungsfähigen. Oder eben

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Sags nicht!

Liebe Gemeinde, heute begehen wir den sogenannten Israelsonntag. Es ist der 10. Sonntag nach Trinitatis, der sich in allen seinen Texten auseinandersetzt mit dem Verhältnis der beiden Religionen zueinander: Christentum und Judentum. Das ist freilich schon ziemlich grob gezeichnet, denn wir wissen allein aus unserem begrenzten Bereich, wie unterschiedlich schon

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Kyrie 794

Heute Morgen sind wir deine Gäste, willkommen an deinem Tisch. Du hast uns eingeladen, und wir haben uns einladen lassen. Uns alle hast du eingeladen als deine Gemeinde: uns, die Glaubenden und Zuversichtlichen, uns, die Zweifelnden und Fragenden, uns, die Fröhlichen und Zufriedenen und uns, die Traurigen und Müden. Du

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Kollektengebet 795

Guter Gott, immer wieder sammelst du uns unter deinem Wort. Gericht und Gnade sind uns angesagt in deinem Sohn Jesus Christus. Er ist uns dein Wort der Liebe, mit der du diese Welt zu ihrem Ziel führen willst. Wir bitten dich um deinen Heiligen Geist, dass er uns lehre und

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Fuerbitten 796

Wir danken für die Gemeinschaft an deinem Tisch, die uns miteinander verbindet über diesen Tag hinaus. Wir bitten für alle, die das tägliche Brot nicht haben, und für die, die es aus Abfalltonnen suchen müssen. Wir bitten für alle, die einsam sind und ohne den Schutz einer Gemeinschaft leben müssen.

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Anbetung überwindet Trennung

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder, die Empörung auf protestantischer Seite war groß vor wenigen Wochen, als die Glaubenskongregation im Vatikan in einem Schreiben mit Antworten auf Fragen bezüglich der Lehre über die Kirche noch einmal feststellte, dass die Kirchen der Reformation nicht Kirche im eigentlichen Sinne seien, bestenfalls kirchliche

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Bundesgenossen

Liebe Gemeinde, der 10. Sonntag nach Trinitatis heißt der „Israelsonntag“. Israelsonntag deswegen, um dem schwierigen Verhältnis zwischen dem Gottesvolk der Juden und den Christen nachzudenken. Es ist ein Nachdenken über Abgrenzung und Grenzen und die Erinnerung daran, in diesem Nachdenken nicht nachzulassen. Es ist leicht zu sehen, warum dieses Verhältnis

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Schwerter zu Pflugscharen

Liebe Gemeinde, selten hab ich so hilflos vor einem Gottesdienst und vor einer Predigt gesessen wie diesmal. Israel, Gottes Volk Heiliges Land, „Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist.“ Gott hat sich dieses Volk ausgesucht, er hat es erwählt, zu seinem Volk, zu seinem Lieblingsvolk. Und, was hat dem

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Gott handelt in Demut

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, allgemein ist die Erleichterung groß, dass die Feuerpause im Libanon bislang hält. Warum kommen die Menschen dort nicht zur Ruhe? Was führt dazu, dass alle paar Jahre wieder Kämpfe aufflackern, denen wieder auf beiden Seiten Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fallen, ganz zu

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Verstrickt mit Israel

Liebe Gemeinde! Hier habe ich ein Wollknäuel. An dieses Bild vom Wollknäuel musste ich denken, als ich den heutigen Sonntag im Blick hatte. Es ist sehr unübersichtlich, was an diesem Israelsonntag zu sagen ist. Entstanden ist der Sonntag, um über das Verhältnis von Kirche und Israel zu denken. Aber noch

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Nicht mehr verlassen

Liebe Gemeinde, unser Thema heute lautet: macht Bahn und räumt die Steine weg. Nach dem Urlaub war meine Frau vom Drang erfüllt, aufzuräumen. Die Regale in zwei Zimmern hat sie geordnet. Ich habe meinen Schreibtisch zwar noch nicht aufgeräumt, ich bin etwas fauler und bequemer als meine Frau, aber auch

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Die leisen und die lauten Töne

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen Ich will mit einer Geschichte beginnen: Ein Bettler sitzt am Wegesrand von Jericho. Er ist blind, Bartimäus ist sein Name. Früh morgens bringt ihn seine Familie hierher – das ist sein Teil am Broterwerb,

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Priestermangel

Wir sind mitten in der Reisezeit. Einige sind auch schon wieder zurück. Die Jugendlichen aus Südfrankreich etwa. Andere waren noch weiter, z.B. in Ägypten wie unser Diakon Herbert Otte. Für eine Tour zum Sinai hat die Zeit wohl nicht gereicht. Bergsteigen ist auch nicht jedermanns Sache. Da braucht man schließlich

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Was Jesus todernst nimmt

Liebe Gemeinde, im 2. Kapitel des Johannesevangeliums kommen wir gerade mit schwerem Kopf von der Hochzeit zu Kana und müssen einen ganz anderen Jesus erleben. Gerade war er noch der „Freudenmeister“, der verhindert hat, dass eine Hochzeit mangels alkoholischer Getränke abstürzt – bekanntlich sorgte Jesus für reichlich Weinnachschub – und

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Erbschaft

Liebe Gemeinde! „Ich hab’ ne Tante aus Marokko und die kommt …“ – das war ein Kinderlied, was wir im Kindergarten immer gesungen haben. Und ich nehme an – es gibt dieses Lied bis heute. Bei mir rief das einen Geruch von großer weiter Welt hervor. Eine Tante in Marokko.

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Außen vor?

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserm Herrn Jesus Christus. Amen. Nicht dazu zu gehören, außen vor zu sein, das ist ein schreckliches Gefühl. Ich erinnere mich an meine Kinderzeit. In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, stand eine krumm gewachsene Eiche, deren Krone

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Somebodys knocking at your door

Liebe Gemeinde, 1. Eine bekannte Geschichte, eine Begebenheit aus dem Leben Jesu, die uns noch einmal den ganz anderen Jesus zeigt: nicht den Softie mit dem Schäflein im Arm wie auf so vielen Kitschpostkarten, nicht den Gesprächstherapeuten, Allesversteher oder Gutmenschen der liberalen oder sogenannten “Seelsorge” Theologie. Nein, wir hören von

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Denn das Heil kommt von den Juden …

Liebe Gemeinde, auf einer seiner Reisen war Jesus zwischen Jerusalem und Galiläa unterwegs. Er hatte in Jerusalem das Passha-Fest gefeiert und zog mit seinen Jüngern hinauf in den Norden, nach Galiläa. Dabei führte sein Weg durch Samarien. Als die Sonne am höchsten stand, ging es schier nicht mehr weiter. Hitze,

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… denn er ist wie du!

Kennen Sie nicht die Situation, irgendwo, auf einem Campingplatz. Sie sind im Zelt, sind bei dieser Hitze endlich eingeschlafen; da weckt sie morgens um zehn nach drei das Handy ihres Nachbarn; sie sind hundemüde und müssen jetzt noch ein ewig langes Gespräch mitverfolgen, das für die Sprechenden sicher seine Berechtigung

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Gottes Stadt – Gottes Volk

Bis heute beten gläubige Juden Tage für Tag darum, daß Gott seine Stadt Jerusalem wieder aufbaue und in ihr Wohnung nehme. Auch in diesem Text scheint es zunächst allein um Jerusalems Schicksal zu gehen. Wie wichtig ist das für Christen? Für uns ist die Zukunft von Jerusalem vielleicht eher ein

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Wächter auf den Mauern Jerusalems

Liebe Gemeinde, der für den heutigen Sonntag vorgeschlagene Predigttext aus Jesaja 62, 6-12 löst nach dem neuen Gottesdienstbuch den bisherigen Text aus Römer 9,1-5.31-10,4 der alten Predigtordung ab. Der heutige Predigttext stellt dem traditionellen Bezug auf die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels die fortdauernde Verheißung für Israel und die Ankündigung

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Werde sein Nächster!

Liebe Gemeinde, zwei Kenner der Schrift tauschen sich aus. Ein Fachgespräch. Einer hatte auf dem Tempelplatz mitgehört, wie der andere, der Rabbi Jesus, befragt wurde. Der hatte klug geantwortet. Mit absichtsvollen Fragen war er nicht aufs Kreuz zu legen. Und seine Antworten waren dabei klar und befreiend. Sie machten Gott,

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Die Dreiheit der Liebe

Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Ja, du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. – Rennt Jesus da nicht offene Türen ein? – Denn dass die Liebe zu den wichtigsten Dingen auf der Welt zählt, das ist doch so alt wie die Menschheit selber. Wie schaut es bei uns

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Dialog, Toleranz, Nachbarschaft

Liebe Gemeinde, vor etwa 1950 Jahren hat ein Grieche aus der Hafenstadt Tarsus in Kleinasien, der römischen Provinz Syrien zugeordnet, Schriften über den christlichen Glauben verfasst. Die äußere Gestalt der Schriften ist die eines Briefes, gerichtet an bestimmte frühe christliche Gemeinden. Die Schriften wurden als Glaubenslehren verbreitet und auch an

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Der Schmerz des Paulus

Liebe Gemeinde! Ich sehe ihn vor mir, den Paulus, wie er diese Worte niederschreibt: voller Emotionen, tief bewegt, innerlich zerrissen. Hier nicht der Paulus, wie ich ihn oft auch erlebe, der sich in intellektuelle Höhenflüge aufschwingt; hier ist er der, der erschüttert ist. Der es an sich heranlässt, was ihn

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Menschen des Vertrauens

Liebe Gemeinde, was würden wir darum geben, wenn unsere Kinder auch an J.Chr. glauben könnten. Vielleicht würden wir nicht unser Heil in J.Chr. dafür aufgeben wollen, wie es Paulus für Israel tun möchte. Aber es macht uns schon sehr traurig, wenn unsere Kinder Christus nicht vertrauen können. Es macht uns

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Gemeinsam unter Gottes Verheißung

<b>1. Einleitung: Israelsonntag. Aktualität. Antisemitismus</b> Liebe Gemeinde! Heute, der 10. Sonntag nach Trinitatis ist, wie schon gesagt, Israelsonntag. Ein Gottesdienst, in dem wir an unsere Geschwister im Glauben denken, an ihre Geschichte und wie sie mit unserer Geschichte verwoben und verbunden ist. Besondere Aktualität hatte dieses Thema erlangt als im

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Kyrie 441

Was uns belastet, Gott, das mag in dieser Stunde jede und jeder dir selbst sagen. Das Leben ist schön, aber manchmal ist es doch wie eine zersprungene Scheibe; und wir wissen nicht, wie wir den Schaden heilen sollen. Darum bitten wir dich um die Heilkräfte des Lebens; lass sie uns

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Kollektengebet 442

Treuer Gott, in Jesus bist du Mensch geworden, inmitten des jüdischen Volkes, zum Heil der Welt; du bist treu geblieben dem Volk, das du erwählt hast. Aber du hast seine Grenzen überschritten und Menschen aus allen Völkern zu deinem Volk berufen. Stärke unser Verlangen nach deinem Reich, in dem beide,

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Kyrie 440

Gott unser Vater, wir beten dich an in deinem Sohn Jesus Christus, dem Kind des jüdischen Volkes. Gott, wir sprechen die Worte der hebräischen Bibel in unserer Sprache, denn sie sind uns auch heute noch klar und deutlich. Gott, wir wollen in unserem Leben für alles dankbar sein, was wir

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