Allzeit gute Fahrt

Liebe Konfirmierte,
was bedeutet die Konfirmation eigentlich für euch, was ändert sich? Mit der Konfirmation verbindet sich zunächst einmal die Übertragung verschiedener Rechte: am Abendmahl teilzunehmen, das Wahlrecht bei Kirchenvorstandswahlen, eine eigene Patenschaft zu übernehmen.

Die Übertragung von Rechten – ein Übergang von der Jugend zum Erwachsensein. Früher war dieser Übergang noch gravierender: da bedeutete die Konfirmation nämlich auch das Ende der Schulzeit – man trat ins Berufsleben ein. Auch wenn dieser Schritt heute erst etwas später stattfindet, steht ihr doch an der Schwelle von einer Lebensphase zur anderen. Immer stärker werdet ihr euch von den Eltern, von eurem Zuhause lösen und eigene Wege gehen.

Mir kommt in diesem Zusammenhang das Bild eines Schiffes vor Augen. Das ist schon spannend, wenn es das erste Mal in See sticht! Nicht umsonst wird der Stapellauf besonders gefeiert, sind die Plätze für die Jungfernfahrt immer ausgebucht. Und diejenigen, die an dem Bau des Schiffes beteiligt waren, fragen sich, wie die Fahrt verlaufen wird und freuen sich darauf, es wieder im Heimathafen begrüßen zu können.

Das wünsche ich euch: Vorfreude und Spannung bei euren ersten unabhängigen Fahrten auf den Gewässern des Lebens, und das gute Gefühl, einen sicheren Hafen zu haben, in den ihr immer wieder zurückkehren könnt.

Nun hat zwar jedes Schiff einen Heimathafen, aber es kann und soll natürlich auch in anderen Häfen anlegen. Einen solchen möchte ich euch heute anbieten, und zwar hier in unserer Gemeinde, in der ich euch im Namen des Kirchenvorstands ganz herzlich willkommen heiße! Wenn man einen Hafen anläuft, schaut man sich zunächst einmal um, wen und was es dort zu entdecken gibt. Ich möchte euch einladen und ermutigen, euch auch hier bei uns in der Gemeinde in Ruhe umzusehen: nach Angeboten, die euch interessieren, nach Menschen, die offen sind für ein Gespräch, vielleicht auch nach einer Nische, in der ihr selbst etwas Neues beginnen könnt. Das ist mir besonders wichtig! So, wie ihr noch auf dem Weg seid, so ist auch unsere Gemeinde ständig auf dem Weg – keine geschlossene Gesellschaft mit einem fertigen Programm, an dem nichts mehr geändert werden darf. Wenn ihr Fragen oder Wünsche habt, dann kommt damit zu uns – die eine oder andere Idee lässt sich bestimmt verwirklichen.

Also noch einmal: herzlich willkommen! Und – wie sagt man beim Stapellauf eines Schiffes?: Allzeit gute Fahrt!

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