Text 46

<b>Osterpslam</b>

<i>[Anzünden der Osterkerze, danach im Wechsel gesprochen:]</i>

Alle: Jesus Christus, Licht der Welt,
Licht, das in mein Leben fällt.
Mitten in die Dunkelheit,
In den Ärger und den Streit,
Mitten in das Leid der Welt.

Liturg/in: Ich hatte meine Hoffnungen längst begraben, war längst überzeugt, dass diese Welt ihrem Abgrund entgegengeht. Schon lange hatte ich kein Vertrauen mehr in die Menschen. Doch am Ostertag traf mich sein Licht. Es machte sich breit in mir. Schleichend fast und unaufhaltsam hat es sich eingenistet wie ein Sonnenstrahl am fernen Horizont.

Alle: Jesus Christus, Licht der Welt,
Licht, das in mein Leben fällt.
Mitten in die Dunkelheit,
In den Ärger und den Streit,
Mitten in das Leid der Welt.

Liturg/in: Schon lange war es kalt in mir geworden. Was andere machten und fühlten – es interessierte mich nicht. Meine ganze Aufmerksamkeit galt mir allein. Die Not anderer Menschen rührte mein Herz nicht. Da traf sein Licht mich. Wie ein warmer Luftstrom begann es, mein Herz zu erwärmen. Ich fand zu mir und zu den Menschen, ich fand wieder zu Gott.

Alle: Jesus Christus, Licht der Welt,
Licht, das in mein Leben fällt.
Mitten in die Dunkelheit,
In den Ärger und den Streit,
Mitten in das Leid der Welt.

Liturg/in: Christus ist erstanden, hat mir Herz und Sinn gewandelt und meinen Tod mit sich genommen in sein Licht. Er ist Licht der Welt.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn …

Karl Ludwig Schmidt

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