Fuerbitten 191

Unser Gott und Vater,
wir danken dir für dein Wort,
das unser Vertrauen stärkt,
das uns fröhlich
und geduldig werden lässt,
das uns mit Hoffnung erfüllt
und unsere guten Gedanken beflügelt.
Danke,
dass wir es hören dürfen
hier in der Kirche
und dass du uns darin stark machst.
So bekennen wir vor dir:
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.
(nach EG 166,1)

Wir danken dir für den Geist der Kraft,
der Liebe
und der Besonnenheit,
dass wir dadurch nicht nur auf uns selber geworfen sind,
sondern von dir her unser Leben gestalten dürfen.
Durch deinen Geist werden wir zu einem anderen leben geführt.
So bekennen wir vor dir:
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

Wir danken dir für deinen Geist der Verständigung
und der Zuwendung,
und erbitten ihn für alle,
die sich um Verständigung und Dialog bemühen.
Wir bitten für alle,
die daraus neue Wege eröffnen,
Unfriede und Hass zu überwinden.
So bekennen wir vor dir:
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

Wir danken dir für alle,
die ihre Hoffnung nicht auf Gewalt und Krieg setzen,
sondern verbinden wo Streit ist,
nach Frieden suchen,
wo Waffen sprechen,
die für die Feinde beten
und sie segnen.
Mögen sie gestärkt werden durch dich.
So bekennen wir vor dir:
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

Wir beten um den Geist des Widerstandes,
für alle,
die dem Terror von Einzelpersonen oder Staatmännern entgegentreten,
sie dem Krieg keine Chance geben wollen,
die Gerechtigkeit und Lebensmöglichkeit
für jeden und jede in dieser Welt anstreben.
Mögen sie aus deinem Geist dazu gestärkt werden.
So bekennen wir vor dir:
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

Für uns alle beten wir,
dass wir von deinem Geist geführt werden
durch unser Leben.
Wir hoffen und vertrauen darauf
und bekennen vor dir:
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

<i>[Ich danke Dietrich Kuessner für diese Anregung, die er in der "Arbeitshilfe zum Evangelischen Gottesdienstbuch" für den 15.n.Trin. 2002 veröffentlicht hat.]

Jürgen Grote

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