Vier Kerzen im Advent und das Licht der Welt

Lichter-und Kerzenmeditation

Einleitung
Im Advent zünden wir wieder unsere Kerzen am Adventskranz an.
Im Schein der Kerzen sitzen wir allein oder in der Familie beieinander.
Gedanken und Gefühle werden wach, die aus der Stille des ruhigen Betrachtens kommen.
Vielleicht eine aufkeimende Freude und gewachsenes Vertrauen, die Sehnsucht nach Frieden und die vorsichtige Hoffnung auf Veränderung und Erneuerung durch die Wärme und Strahlkraft des Lichts.
In der Adventszeit bereiten wir uns religiös-meditativ -und warten inständig- auf die Ankunft und Geburt von Jesus Christus, der im persönlichen Glauben zum Retter und Erlöser der Welt wird. Im religiösen Bekenntnis erleuchtet Jesus unsere Lebenswege und holt uns aus dem Schatten unseres unerlösten, manchmal dunklen Lebens und Ich.
Doch Jesus Christus selbst spricht im Wechselspiel von erlebter Anwesenheit im persönlichen Glauben und der Wiederkunft in der zukünftigen Herrlichkeit uns folgende Verheißung zu:
„Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Johannes 8,12
Auch die vier Kerzen mit ihrem Licht symbolisieren diese Botschaft vom Licht, das in die Finsternis leuchtet und zum Lebenslicht wird.

1. Kerze (die erste Kerze wird angezündet!)
Das Licht dieser Kerze symbolisiert die Freude, die durch das Licht und die Strahlkraft der Botschaft von Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Es leuchtet durch die Kerze und in der Kerze, weil in der Advents- und Weihnachtszeit in uns die Freude wächst und größer wird. Die Freude darüber, dass Jesus Christus geboren wurde. Das Licht bringt Freude und Glänzen in die Gesichter von groß und klein. Gesichter fangen an zu strahlen und Wärme zieht in das Innere von uns Menschen. In jede Ritze und Pore unseres trägen und trüben Geistes und gegen allen tristen Alltag und dessen Trott zieht die Freude der Weihnachtsbotschaft ein. Langsam uns stetig erhellt die aufkeimende Freude unseren von Routine geprägten Alltagstrott.
Freut euch im Herrn, freut euch alle Wege, denn der Herr kommt!

Lied EG 17, 1 „Wir sagen euch an den lieben Advent…“(Kurze Pause)

2. Kerze(die zweite Kerze wird angezündet!):
Das Licht dieser Kerze symbolisiert das gewachsene Vertrauen und die Treue zwischen uns Menschen, auch die Treue Gottes und das Vertrauen, das er in uns Menschen setzt drückt das Licht aus. Ohne die Leuchtkraft des Vertrauens ineinander und die Treue füreinander kann kein Mensch wachsen und reifen. Ur-Vertrauen als Orientierung, Treue und Liebe brauchen wir, um seelisch und emotional zu überleben. Ohne dieses Vertrauen in unsere Fähigkeiten leben wir in der Dunkelheit unseres kleinen Egos und werden psychisch krank.
Auch das Vertrauen in Jesus Christus als Orientierung und Leuchtturm des Lebens gibt Kraft, Energie und Ausdauer so wie einem das Vertrauen trägt, das die Eltern oder Freunde in einen setzen.
Wir dürfen es nicht verspielen, denn es ist kostbar. So wie der Glaube an Jesus, das Licht der Welt kostbar ist und bleibt für alle, die daran glauben.
Glaube lebt aus gewachsenem Vertrauen und der treue Gottes. Beides ist kostbar!

Lied EG 17, Vers 2 (Kurze Pause)

3. Kerze (die dritte Kerze wird angezündet!):
Das dritte Licht und seine Flamme sehnen sich nach Frieden. Frieden, der in die Herzen gelegt wird und sich in den Herzen bildet. Wirklicher, allumfassender Frieden für Mensch und Tier, für Natur und Schöpfung.
Frieden, der als persönliche Sicherheit und Seelenfrieden wächst und von staatlicher Seite garantiert wird. Und somit zum Frieden unter den Völkern wird. Frieden, der neben der Bewahrung der Schöpfung und dem Einsatz für Gerechtigkeit, bitter notwendig ist in vielen Gegenden unseres Planeten. Den Friedfertigen werden die Seligkeit Gottes und die Gotteskindschaft verheißen. Durch das Licht des Friedens und der Aussöhnung entsteht neues Leben, neue Hoffnung auf eine bessere Welt ohne Konflikte, Streit und Hass unter den Menschen.
Gott spricht: Mein Friede sei mit euch! Ihr müsst keine Angst mehr haben! Ich bin bei euch wie die Strahlkraft und Wärme des Lichts.

Lied EG 17, Vers 3 (Kurze Pause)

4. Kerze (die vierte Kerze wird angezündet!):
Die vierte Kerze und deren Licht verheißen uns die vorsichtige, aber lebensnotwendige Hoffnung für uns Menschen. Die Hoffnung, die uns Menschen im Glauben anspornt an das Gute im Menschen zu hoffen, trotz mancher Rückschläge und Enttäuschungen. Die Hoffnung auf die Verbesserung der eigenen Situation, wenn diese ausweglos erscheint. Die stetige Hoffnung und Zuversicht, die man in die eigenen Kinder legt. Die Zuversicht, dass die Zukunft Gutes und Sicherheit für die Kinder und Enkel bringt. Hoffnung ist eine der stärksten Antriebe von uns Menschen. Nur mit Hoffnung und Gottvertrauen kann man die Zukunft bewältigen. Hoffnung hat stets Menschen über sich hinaus wachsen lassen. Hoffnung ist neben Glaube und Liebe eine der christlichen Haupttugenden.
Und so wie das Licht der Kerze brennt, wenn man den Docht anzündet, so brennt die Hoffnung in uns, wenn wir uns von Glaube und Liebe anstecken lassen. Es ist dies die Hoffnung, dass mit Glaube und Liebe die Welt in uns und außerhalb von uns erneuert und verbessert wird.
Wir brauchen das Prinzip Hoffnung, das durch Jesus Christus als das Licht der Welt in unser Leben leuchtet, um die tage heller und hoffnungsvoll zu machen.
Und Jesus Christus spricht:
„Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Johannes 8,12
Amen.

Lied EG 17, Strophe 4 (kurze Pause)

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