Kyrie 466

Gott,
es fällt uns schwer
zu warten.
Wie früher als Kind,
fällt es mir auch heute noch schwer
zu warten.
Lieber richte ich mich ein,
lebe in dieser Welt
und erwarte nichts mehr
von dir.
Lieber nehme ich das Unheil,
das geschieht,
als unabänderliche Tatsache hin.
Und wenn ich etwas erwarte,
dann nur für mich.
Meine Pläne,
meine Wünsche
sollen in Erfüllung gehen.
‚Dein Wille geschehe‘,
geht mir dann so schwer über die Lippen.
Darum rufe ich zu dir:
Herr, erhöre uns
und erbarme dich unser …</p>

Michael Schäfer

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