Psalm 557

<i>Neues Leben nach Ausweglosigkeit</i></p>

Als mir die Diagnose wie ein Todesurteil schiender Schrecken meine Glieder lähmte,als keinen Ausweg ich mehr sah, und meinte, es sei aus mit mir.Da wollte ich mich erst verkriechen. Wollte niemand seh’n,allein mit meinem tränenvollen Jammer sein.</p>

Doch schlug ich meine Bibel auf, begierig, Tröstendes zu lesenUnd ich fand Worte, die mein Herz bewegten:„Der Herr sei gnädig und gerecht, vom Gleiten rettet er den FußWer schwach ist darf auf Hilfe hoffen, wird Bewahrung spürenund auch vom Tode rettet er“.</p>

Da rief ich an den Namen meines Herrn und bat, ach, rette mich!Ach schenke mir den Kelch des Heils, ich bin doch dein!</p>

Bald spürte ich, wie ich zur Ruhe kam. Die Schwäche schwand,mein Glaube wuchs – wie neu geboren fühlt ich mich.Nun glaub ich fest: wo die Lebend’gen sind, da werd’ ich sein.</p>

Und nun hört mein Bekenntnis:Ich will ihn lieben, meinen Herrn, solang ich bin.Er hat mich angehört, hat Gutes mir getan.Was mich gebunden hat – er hat’s zerrissen.</p>

Wie kann ich ihm vergelten was er tat?Ich kann es nicht. Nur dankbar sein.In Demut will dienen ihm, als neuer, als erlöster Mensch!Denn er ist Gott und über ihm ist keiner.Kommt, lasst uns ihn anbeten und ihn ehren.</p>

Hilmar Sommermann

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