Christfest I

PR I: Lk 2,(1-14)15-20

[1] Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. [2] Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. [3] Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. [4] Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, [5] damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. [6] Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. [7] Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. [8] Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. [9] Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. [10] Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; [11] denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. [12] Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. [13] Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: [14] Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. [15] Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. [16] Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. [17] Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. [18] Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. [19] Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. [20] Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

PR II: Tit 3,4-7

[4] Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, [5] machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, [6] den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, [7] damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung.

PR III: Mi 5,1-4a

[1] Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. [2] Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel. [3] Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. [4] Und er wird der Friede sein.

PR IV: 1 Joh 3,1-6

[1] Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. [2] Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. [3] Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. [4] Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. [5] Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. [6] Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

PR V: Joh 3,31-36

[31] Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen [32] und bezeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. [33] Wer es aber annimmt, der besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist. [34] Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. [35] Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. [36] Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

PR VI: Gal 4,4-7

[4] Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, [5] damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. [6] Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! [7] So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.

MARGINALE: 1.Kor 8,2-6

[2] Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll. [3] Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. [4] Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen wir, dass es keinen Götzen gibt in der Welt und keinen Gott als den einen. [5] Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, [6] so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.