Werte-Vermittlung

Der Morgen war trübe. Wie so oft in den vergangenen Tagen. Keine Fernsicht. Die immer kleiner werdende Gestalt, die sich da den felsigen Weg hoch bahnte, war noch gar nicht so weit weg. Und dennoch verschmolz sie schon fast mit dem Nebel um den Sinai herum. Sie konnten ihn kaum noch erkennen. Sie, die Frauen und Männer und Kinder, die vielen, die da alle in den Türen ihrer Zelte standen. Die Hand vor der Stirn, blickten sie ihm nach mit zusammen gekniffenen Augen. Besorgt und beschämt zugleich. Würde er noch einmal mit beschriebenen Tafeln zurück kehren? Würde er überhaupt zurück kehren, wo sie ihn so treulos behandelt hatten?

Täglich wurden sie daran erinnert. Jedesmal wenn sie den Abfall auf die Müllkippe am Rand des Lagers entsorgten. Wohl hatten sie die Zeugnisse jenes Zwischenfalls gut vergraben. Aber manchmal hatte da doch ein Tier drin gewühlt. Dann kamen wieder Steinbrocken hervor, mit geheimnisvollen Schriftzeichen darauf. Oder Reste von der Schlacke vom zerschmolzenen Kalb.

Der Schrecken steckte ihnen immer noch in den Gliedern. Die Party war gerade auf dem Höhepunkt gewesen, da hatte die Musik ausgesetzt. Den Inhalt der beiden Tafeln, die der Rückkehrer ehrfürchtig in der Hand hielt, bekamen keiner derer, für die sie doch gedacht waren, auch nur zur Kenntnis. Schon lagen sie zerschmettert am Boden. Aaron, der Bruder, konnte es nicht verhindern. Aussichtslos seine Besänftigungsversuche. Aber was sollte er auch sagen. Es war wie im Kitschfilm. Wo das eng umschlungene Paar überrascht wird. Und der ertappte Ehemann, die Geliebte noch im Arm, stottert: Es ist nicht so, wie es aussieht.

Aaron denkt: „Am besten, ich erzähle ihm alles, wie es war. Dann hab ich es hinter mir. Also, Mose. Du mußt das auch mal aus unserer Sicht betrachten. Du warst da oben weit weg auf dem Berg und hast dich der Gemeinschaft mit Gott gewidmet. Du konntest beten, ich mußte arbeiten. Ich mußte mich mit den alltäglichen Sorgen dieser Leute rumschlagen. Vor dir hatten sie Respekt, wenn nicht Angst. Da hat sich mancher nicht getraut, aufzumucken. Kaum warst du weg, gingen die Beschwerden los. Ob das wirklich so wichtig sei, mit deinem neuen Gesetz. Ob damit wirklich alles besser wird.

Die Stimmung war richtig aufgeheizt. Ich hatte Mühe, die Leute zu beruhigen. Früher haben sie gejammert über die Zustände in Ägypten, jetzt schilderten sie es wie ein Schlaraffenland. Sie schwärmten von Fleischtöpfen, leckeren Gewürzen, dem milden Klima, der hohen Kultur. Diese Undankbaren, es war widerlich.
Glaub mir, ich hab dich verteidigt wo ich konnte. Ich hab versucht, sie aufzumuntern, habe gesagt: Alles wird besser, wenn wir erst in Kanaan sind. Die Entbehrungen hier in der Wüste sind es wert. Ihr werdet es noch sehen. Schluß jetzt, riefen sie, wir wollen einen Gott wie die andern auch, den wir sehen und dem wir opfern können.

Einen mächtigen Gott. Einen, der uns Glück und Reichtum garantiert. Wir haben viel Gold mitgebracht aus Ägypten. Das schleppen wir schon seit Monaten mit uns rum. Kaufen können wir uns doch nichts dafür. Da nimm, und bau uns einen Gott, den wir sehen können, ein Zeichen der Stärke.

Das geht doch nicht, rief ich. Du sollst dir kein Bildnis machen, das ist eins der obersten Gebote, ihr werdet es noch sehen, wenn Mose zurückkehrt. Auf Tafeln wird es geschrieben sein, hat Mose gesagt, bevor er los ging.
Aber sie riefen: Kommt das Gold nicht zu uns, gehen wir dahin, wo es her kam. Dann könnt ihr hier alleine bleiben. Da sagte ich: Also gut, gebt mir, was ihr an Schmuck entbehren könnt. Ich dachte, viel kann es nicht sein. Ich werde einen Altar daraus machen oder ein Räucherfaß. Da liefen sie in die Zelte und kamen behangen mit Ringen, Armreifen, Ketten zurück. Ein Berg von Schmuck. Mach uns ein Kalb daraus, riefen sie.

Ich dachte, ich tue einfach so, als gebe ich nach, und mache so langsam, bis du zurück kommst. Dann werden sie schnell wieder ihre Kostbarkeiten nehmen und sich still verdrücken. Aber du kamst nicht. Und das Kalb wurde fertig. Ich dachte, ich stelle es an den Rand des Lagers. Aber sie holten es in die Mitte. Sie wollten tanzen und feiern. Ich ahnte schon, das wird in Saufgelage ausarten, wenn ich nicht achtgebe. Da sagte ich: Erst mal feiern wir einen Gottesdienst. Wenn wir fertig sind und der Segen und das Amen ist gesprochen, könnt ihr ja noch ein wenig beisammen sein. Aber bitte alles in Maßen. Dann habe ich den Gottesdienst geleitet. Danach habe ich mich gleich zurück gezogen. Mit den Ausschweifungen wollte ich nichts zu tun haben.“ –

„Du bist mir vielleicht ein Waschlappen! Und ich dachte, ich kann mich auf dich verlassen. Als ich mit Josua hier ankam, hüpften die Leute wie die Verrückten um das Goldene Kalb. Kaum einer war noch nüchtern. Sie scheinen nichts gelernt zu haben. Sie beten um Macht und Reichtum. Für meine beiden Tafeln, auf denen ganz andere Werte stehen, hatten sie kein Interesse. Erst als ich das Kalb ins Feuer schmiß und zu Pulver zermalmte, sind sie aus ihrem Delirium aufgewacht. Alle sind sie nach Hause geschlichen. Was machen wir jetzt? Der Aufenthalt am Sinai sollte der Höhepunkt sein auf dem Wüstenweg. Statt dessen sind wir am Tiefpunkt.

Wir müssen wieder von vorne anfangen. Ich geh wieder hoch auf den Berg. Gott wird mich zur Rede stellen. Deine Ausreden, Aaron, werde ich ihm nicht vortragen. Um Gnade werde ich bitten, nicht um Nachsicht. Um Hilfe für einen neuen Anfang. Und ihr wartet hier auf mich, bis ich zurück bin.“

Einige Tage später sehen die Menschen, die jeden Morgen vor die Türen ihrer Zelte getreten sind, eine Gestalt vom Berg herab kommen. Herab balancieren, mit den kostbaren Tafeln in der Hand.

Man sollte nun meinen, das erste, was passiert, als sie ihn empfangen, sich um ihn scharen, erwartungsvoll. Als erstes bekommen sie den Wortlaut mitgeteilt. Das geschieht nicht.
Ist uns das überhaupt aufgefallen?

Wovon redet Mose dann? Er redet von den Begleitumständen der Übergabe. Als er bei Gott war, wurde ihm der Geber der Gebote viel wichtiger als die Gebote selbst. Davon ist er ergriffen. Das geht ihm nicht aus dem Sinn. Davon sprudelt er über, als er zurück kehrt:

„Leute, stellt euch vor, ich bin dem wahren Gott begegnet! Es ist unvorstellbar, wie es einem in seiner Nähe ergeht.“
Und dann versucht Mose mühsam mit den Begriffen, die ihm zur Verfügung stehen, Gott zu beschreiben. Und sagt: Das aller wichtigste was ihr wissen müsst, ist: Gott ist unbeschreiblich gnädig: Er vergibt, was wir falsch gemacht haben. Mit ihm können wir noch einmal ganz von vorne anfangen.
Staunend hängen die Leute an seinen Lippen. Genau das brauchen sie jetzt. In ihrer Lage war die wichtigste Frage nicht, welche Vorschriften stehen im neuen Gesetz. Die wichtigste Frage war: Wie ist Gott wirklich? Ist er ein Kriegsgott, ein Garant von Glück und Macht. Von einer Stärke, die alles andere hinwegfegt. Ein Gott, wie ihn die IS Terroristen auf ihre schwarze Fahne schreiben.

Oder verkörpert er Spass, Reichtum und Ansehen, so wie ihn die Gestalt des goldenen Kalbes verkörpert?

Oder ist er gar nicht jenseitig, sondern nur das Gute in uns, ein Lichtfunken, den wir entfachen durch innere Versenkung, in uns Hineinhören?

Wer ist Gott wirklich? Das teilt ihnen Mose jetzt mit. Und er sagt das wichtigste zuerst: Gott ist treu. Er liebt dich. Er ist gerecht und heilig, gewiss.. Aber zuallererst ist ihm an deinem Glück gelegen. Nicht im Sinn von Spaß haben, sondern dass du heil wirst, in Beziehung kommst zu deinem Schöpfer.

Als er das sagt, atmen die Zuhörer auf. Trotzdem blicken viele verunsichert. Kann das wahr sein? Ganz neu aufangen? Auch wenn ich alles vermurkst habe? Auch wenn ich gescheitert bin im Leben. Sieht Gott wirklich darüber hinweg, mehr noch, legt er das beiseite, mehr noch, löscht er es aus, mehr noch, macht er das kaputte wieder heil?

Genau das macht er. Wie es im Wochenspruch heißt: „Heile du mich Herr, so werde ich heil, hilf du mir, so ist mir geholfen.“

Soweit, so herrlich. Wäre da nicht diese dunkle Fortsetzung, dieses aber: Aber ungestraft lässt er niemand. Sondern er sucht heim die Missetat der Väter an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.

Was gilt denn nun? Ist Gott gnädig oder nachtragend? Ist er milde oder böse? Oder ist er einfach nur launisch? Heute so, morgen so?

Oder lässt es sich so lösen, dass wir sagen, Gott belohnt die guten und bestraft die Bösen? Dann könnte sich zumindest Mose zurück lehnen. Er hatte ja nicht mitgemacht beim Dirty Dancing ums Goldene Kalb. Aber kein Gedanke daran. Mose bangt um sein Volk. Er scheint sich nicht sicher, was denn jetzt für ihn und seine Leute gilt, das Segenswort oder der angedrohte Fluch. Er will Gewissheit haben. Jetzt. Sofort. „Und Mose neigte sich eilends zur Erde nieder und betete an und sprach: „Habe ich Herr Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe der Herr in unserer Mitte!

Das ist Moses tiefster Wunsch. Dass Gott nicht der ferne bleibt, auf dem Berg Sinai von Wolken verhüllt. Wo es einen Verhandlungsführer braucht, der immer vermittelt. Womöglich wochenlang. Mose hat diesen Job übernommen. Aber er wünscht sich, es wäre unnötig. Er wünscht sich, Gott wäre immer, sichtbar gegenwärtig, dem Volk ganz nahe.
Die Bitte wurde zu Moses Lebzeiten nur teilweise erfüllt. Wohl war während der Wüstenwanderung Gottes Gegenwart in einer Wolkensäule bei Tag und einer Feuersäule bei Nacht immer bei ihnen. Zog vor ihnen her. Zeigte, wo es lang geht. Mit dem Tod von Mose hörte das auf.

Aber dass Gott ständig nahe bei den Seinen ist. Immer. Verlässlich. Das gibt es erst seit Jesus. Auch Jesus war ein Mittler wie Mose. Wie Mose die Steintafeln hochschleppte auf den Berg Sinai, musste Jesus den schweren Holzbalken auf den Berg Golgatha hinauf tragen.

Mit diesem Kreuz schleppt er die Schuld der ganzen Menschheit auf seinem Rücken. Er bringt die Sünde der Welt vor Gott. Damit macht er Gottes Barmherzigkeit rechtskräftig. Zur Mosezeit war die Gnade auch da, die Treue, die Vergebung. Aber es war immer punktuell. Solange die Leute an den Geboten blieben, waren sie auch unter der Gnade. Verließ sie diesen Weg, standen sie unter dem Fluch.

Der Berg Sinai bedeutet Gnade und Drohung des Gerichts für alle Übertreter. Der Berg Golgatha bedeutet Gnade und Vollzug des Gerichts an Jesus. Er nimmt auf sich, was wir verdient hätten. Damit ist für jeden die Chance eröffnet, dass wir immer wieder neu anfangen können.

Was wurde aus den Tafeln? Für das Volk Israel wurden sie Inbegriff der guten Werte und Maßstäbe für ein Leben, das gelingt. Sie hielten sie in Ehren. Sie nahmen sie mit bei der Einwanderung nach Kanaan. Sie bekamen einen besonderen Platz in der Stiftshütte, das war eine Zeltkirche. Sie wurden in der Bundeslade deponiert. In dieser Schatzkiste wo kein Gold war, sondern Erinnerungsstücke aus der Wüstenzeit.

Die Bundeslade ging später verloren. In der Erinnerung wirkt sie nach als ein Mythos bis hin ins Kino, Indiana Jones. Aber der Verlust der Lade mit den Tafeln darin ist gar nicht sooo tragisch. Lebendiger Glaube hängt nicht an Reliquien.

Verhängnisvoller ist, wenn der Wert, wenn die Geltung der Gebote in unserer Welt, in unser Kultur, ja in unseren Kirchen verloren geht.

Leider erleben wir gerade das in unseren Tagen. Vieles von dem, was aktuell die Debatten bestimmt in Wertekommissionen, Talkshows, in Umfragen, um Druck zu machen. Da werden Meinungen und Forderungen vertreten, die sind meilenweit entfernt von Wortlaut und Sinn der Gebote. Es lässt sich nur erklären damit, dass vergessen ist, was auf den Tafeln Mose stand. Mehr noch, dass der Gott nicht erkannt wird, nicht geglaubt wird, nicht erlebt wird, mit dem Mose unterwegs war. Den Wortführern scheint unbekannt, dass Jesus Christus all die Gebote nicht nur gelebt hat, erfüllt hat. Sondern auch die Kraft vermittelt, wie wir sie erfüllen können.

Mit Freude. Mit Überzeugung. Von Herzen.
Natürlich müssen die ewigen Regeln Gottes übersetzt werden in unsere Zeit. Die Details, wie sie in 2. Mose 34 beschrieben werden. Da geht es dann um die jüdischen Feste und Opfer. Das spielt für Christen keine Rolle. Aber die Grundwerte, genauer, die Sätze heiligen Rechts, die uns die 10 Gebote einschärfen. Die bleiben in Geltung und wollen in unserer Zeit aktualisiert werden. Nicht liberalisiert, aktualisiert.

Lasst mich das noch an 2 Fällen deutlich machen, mit denen sich Gesellschaft und Kirche gerade beschäftigen. Da ist die Debatte um aktive Sterbehilfe. Die Ärzte sollen eine neue Zusatzaufgabe bekommen. Statt Hilfe zum Leben Hilfe zum Sterben. Hier sind die Christen zur Stellungnahme, genauer, zum Bekenntnis gefordert. Und zwar nicht so windelweich wie die kirchlichen Denkschriften. Von denen die Kirche 5 Jahre später nichts mehr wissen will, wenn der Zeitgeist von anderswo weht.

Da hilft es nun aber gar nichts, wenn wir sagen: Sterbehilfe ist verboten, 5. Gebot, du sollst nicht töten. Gott hat das verboten in seinem Gesetz, es steht geschrieben. Das hat vielleicht für uns Autorität, aber nicht allgemein. Sondern wir müssen einander klarmachen, vielleicht erst mal uns selber:

Was ist da verlorengegangen? Wie kann so eine Forderung aufkommen, an die früher niemand gedacht hat und noch weniger propagiert?
Der eigentliche Grund für den Wunsch, die Umstände und vor allem den Zeitpunkt des eigenen Sterbens gestalten zu können, ist nicht der demografische Wandel. Ist nicht der Fortschritt der Medizin. Der eigentliche Grund ist die verlorene Hoffnung auf den Himmel. Ist das verlorene Wissen um unsere Geschöpflichkeit. Dieses Leben hier wird als das eigentliche gesehen. Man will es auskosten. Und zwar so glücklich und gesund wie möglich. Sterbehilfe soll erlaubt, ja auch in der Kassenleistung angeboten werden, für den Fall, so war wörtlich zu hören, dass nur noch eine begrenzte Lebenserwartung da ist. Hallo? Unsere Lebenserwartung ist von Geburt an begrenzt. Sie ist begrenzt durch den Tod. Die Macht des Todes wird nicht überwunden durch einen schnelleren oder leichteren Tod, sondern indem wir uns auf Jesus, den Auferstandenen werfen. Er hilft zum seligen Sterben und zum ewigen Leben.

Ein anderes Feld ist der Wert von Ehe und Familie. Der Mikrozensus, letzte Woche veröffentlicht, ergibt: 70 % der Deutschen leben in klassischer Familie, also Eltern sind verheiratet. Weil für die Presse aber nur die schlechte Nachricht eine gute ist, und herkömmliche intakte Familienstruktur ist ja langweilig. Darum liegt der Fokus auf dem übrigen Drittel: Singles, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Verbindungen. Tenor: Alles im Fluss. Die ev. Kirche ist voriges Jahr auf den Zug aufgesprungen mit der Familiendenkschrift. Darin wird die klassische Familie als altmodisch und zu einer Option unter vielen herab gestuft. Zur gleichen Zeit ringt die kathol. Kirche mit ihren früheren Lehraussagen zu Scheidung und Abendmahlszulassung.

Auch hier hilft der Blick auf die 10 Gebote. Das 6. Gebot stellt die Ehe als Regelfall heraus, das 9. und 10. die Familie, wo alle unter einem Dach leben. Das können wir nicht konservieren, aber aktualisieren. Die Hilfe aus unserer Geschichte für die mancherlei Nöte und Hilflosigkeit zwischen den Generationen, im Beziehungsgeflecht von Mann und Frau ist der Hinweis auf die Treue. Das Volk Israel war treulos gewesen gegen Mose, gegen Gott. Mose leidet unter der Treulosigkeit, die er erlebt. Gott macht ihm sogar ein Angebot: Die alte Verbindung wars nicht wert. Überlass die Leute sich selbst, alleine hast dus leichter, ich helf dir, dass du groß raus kommst. Aber Mose kehrt zurück. Er gibt denen, die ihn im Stich gelassen haben, die ihn schlecht behandelt haben, sogar aus seiner Familie, die Hand.
Diese Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen. Es braucht gar nicht alles reibungslos verlaufen. Hauptsache es kann nach Enttäuschungen noch einmal weiter gehen. Miteinander. Diese Sehnsucht ist ungebrochen. Glück und Geborgenheit erleben in Ehe und Familie ist kein Auslaufmodell, es wird im Gegenteil noch mehr ersehnt als früher.

Die Originale der Gebotstafeln sind nicht mehr da. Aber Christenleute, die nach ihnen zu leben versuchen aus der Kraft Gottes. Die sich nach jedem Versagen erneuern lassen durch Jesu Vergebung, die gibt es überall. Menschen, die die Bibel nicht kennen, orientieren sich an ihnen. Es mag dir gar nicht auffallen. So wie es Mose nicht auffiel, dass der Glanz von der Gottesbegegnung ihm noch anhaftete. Das blendete die Leute geradezu. Er strahlte sie aus: Gottes Treue und Liebe zu jedem von uns.
Dieser treue und gnädige Herr ist mitten unter uns. Seine Werte sollen uns leiten. Ein Leben lang.

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