Kein Schall und Rauch ist in Gottes Namen

In Gott Vater, Sohn und Geistes Namen,
sei Gnad und Friede mit euch. Amen.

Ihr lieben Christen, Herrn und Damen,
willkommen hier zum Schriftexamen.
Vielmehr Willkomm zur Exegese,
so nennt Fachmann und -frau das Gewese,
wenn sie das Wort der Schrift erklären,
zur Sonntagspredigt dann vergären.
Wer Bibeltexte destilliert
kein Wasser predigt und serviert.
Eher Hochprozentiges
und auch Widerspenstiges.
Gottes Wort und guter Wille
ist ziemlich stark hat viel Promille.
Erlaubt mir heut, ich glaub es passt,
dass ich das Wort im Reim gefasst,

Fasching, Fastnacht, Karneval,
Sitzung, Umzug, Tanz und Ball,
Stimmung, Bierdunst, Nikotin,
da siecht die Seele leicht dahin.
Was war, lass sein! Was kommt, vergiss!
Das „Heut“ alleine ist gewiss!

Heute lassen wir‘s noch krachen
heut noch lustig sein und lachen,
heute noch Musik und Tanz
heut winden wir kein Jungfernkranz,
heut noch mal Wollust, Völlerei,
heut hat die Treue noch mal frei,
heute noch einmal verkleiden,
heute noch einmal halbseiden,
heute noch helau, alaaf,
heut noch frech und nicht brav,
heut noch einmal hoch die Tassen,
heut nochmal die „Sau raus lassen“,
heute blau und morgen blau und übermorgen wieder,
heut schunkeln, grölen wir noch mal alle Sauf- und Trinklieder,
heut noch einmal sich nach nichts richten
heut noch kein Fasten, kein Verzichten,
heute noch mal Sünder sein.
Erst morgen nach Vergebung schrein!

Mensch bist du ernst zur Reu bereit,
bitt Gott um sein Barmherzigkeit.
Der Glaube dass uns Gott erhört,
wird durch Christus uns beschwört,
sein Kreuz ist uns Erlösungsort.
Er ist Gott Fleisch gewordnes Wort.

Gott lässt Menschen für sich reden.
Vor Zeiten sprach er durch Propheten,
ob die nun wollten oder nicht.
Heute Jesaja für Gott zu uns spricht.
Der Predigttext(‘s reimt sich grad günstig),
steht in Jesaja 58,
in den Versen 1 – 9a,
und Folgendes steht da.

Gott sagt ihm: Schrei mein Wort hinaus
laut, wie Posaunen, mit Gebraus.
Sag meinem Volk, ihre Sünden
sind ihnen wahrhaft schwere Pfründen.
Sie glauben meinen Weg zu wissen,
das macht ihnen ruhiges Gewissen,
macht sie zu selbst ernannten Frommen.
Die Narren fordern, ich müsse kommen,
müsse gefälligst für sie da sein.
Ich müsse. Weil ihr Herze rein.
Was bilden sich die Narren ein.
„Wir fasten doch und kastein
uns, aus Glaub und dir zur Treu.
Siehst du nicht unsre Buß und Reu!
Ich seh‘s und seh in euer Herz
Seh darin die Sündenterz:
Unglaub‘, Hass, Hoffnungslosigkeit.
Die teuflische Dreifaltigkeit.
Da kriecht der schmier‘ge Sündenlurch,
ein Verderber durch und durch
und bei ihm der alte Adam,
mit Feigenblatt bedeckt, voll Scham.
Euer Kasteien, euer Fasten,
will euch nicht ernstlich belasten,
lässt euch nicht hungern, ihr bleibt satt.
Ist nur närrisches Feigenblatt.
Entlarvt euch als bloße Sprücheklopfer.
Mir ein liebes Fastenopfer
ist weit mehr, als nur nicht Essen.
Ich will es aber daran messen,
dass ihr nicht erst heut, morgen, nein gestern
eure, meine Brüder und Schwestern,
befreite aus all ihren Zwängen,
wo Mensch und Mächte sie bedrängen.
Schenkt sich‘res Heim u festes Dach.
Vertreibt des Hungers Weh und Ach.
Bedeckt wo Nacktheit schamlos macht,
damit nicht falsche Lust entfacht.
Schützt eure Lieben, bleibt euch treu,
dann wird das Glück euch täglich neu.
Kleidet den Mensch in Recht und Würde.
Wird es dir auch schwere Bürde,
wird solch Handeln dir zu Lasten,
Vor mir, dein’m Gott, ist‘s rechtes Fasten.
Dann bist du Licht, wie tausend Sonnen.
Hast Heil und Segen dir gewonnen,
Gerechtigkeit ist deine Zier.
Ich, dein Gott, bin dann mit dir.

So spricht der Herr durch den Propheten.
Er segne unser Hören, Reden

Erkennen wir uns in solchen Reden?
Können wir gottgefällig leben?
Kann man Gottes Gebote erfüllen,
ist man ein Narr um seinetwillen,
die Narrenkapp wird Heilgenschein.
Ein solcher Narr will ich gern sein.
Ein Narr der unt nach oben kehrt,
die Welt die frohe Botschaft lehrt,
ohne Helau, Alaaf, Tata.
Mit Hos(i)anna und Halleluja.
Mit einem Kyrie davor.
Ich glaub dann hab ich Gottes Ohr.
Es klingt vielleicht etwas vermessen:
Gott hätt an uns ein Narren g’fressen.
Wir wären wie er wollte fromm,
lebten im ewigen shalom.

Paulus nannt sich solch einen Narren.
Assisis Franz wollt auch drin harren.
Erst junger Schnösel, Adels-Stenz,
dann arm mit letzter Konsequenz.
In Tieren, Sonne, Mond und Stern,
sah er Brüder und Schwestern.
Mensch und Natur wollt er ‚versühnen‘.
Er war einer der ersten „Grünen“.

Narr hatte man Luther gescholten.
Als sie ihn vor den Reichstag holten,
hat er gesagt: Es wär ein ‚Schmarren‘
und ich hielt mich selbst zum Narren,
wenn ich widerrufen täte.
Er war dem Papst wie eine Gräte,
die dem im Halse stecken blieb.
Der Bann ihn aus der Kirche trieb.
Dem Narren war das Heil verdorben.
Das Heil das ihm die Kirch erworben.

Oder aber hier am Ort,
in der Neuen Gassen dort.
Die kleine Hössn bildt sich ein,
ins Kloster gehen wär ihr fein.

Wird Nonne, Crescentia, von Mitschwestern verlacht
und nicht wenige Male zur Närrin gemacht.
Man befahl ihr im Sieb Wasser herbringen
es wollte ihr wundersam gelingen.
Wegen dem und Wundern mannigfach,
der Papst Crescentia heilig sprach.
(Auch manche Protestanten finden
den Weg zu ihrem Schrein und zünden
ein Kerzlein an, um ihre Gnaden.
Hilft es nicht, kann‘s auch nicht schaden.)

In Indien lebte auch so ein Narr.
Mahatma Gandhi, der kein Christ war,
ein Hindu. Er kannte Jesus von Nazareth,
und was in dessen Bergpredigt steht.
Er lebte diese Friedfertigkeit.
er hungerte nach Gerechtigkeit.
Er reizte, ohn-mächtig, die Macht.
Ein Narr, ein Tor, hat ihn umgebracht.
Hört man ihm nach, dann klingt es – ja,
wie beim Jesaja ebenda,

Es gilt nicht nur in Indien,
was beide uns verkündigen,

Politik braucht auch hier Prinzipien,
und keine Imponderabilien.
Braucht Phantasie, Ideen und Taten,
nicht nur aussitzen und „ab-wa(r)ten.
(Es wird nicht gewirkt, es wird gewerkelt,
wird nicht regiert, es wird „gemerkelt“.)
(Apropos)Wahrheit ist so ein Prinzip,
den Politikern nicht immer lieb.
Die verschanzen sich hinter Plattitüden,
nicht selten auch hinter Lügen.
Ein paar Skandälchen und unten wir Narren
ereifern uns, werden abgelenkt mit dem Schmarren.
Die oben kochen je nach Grüppchen
indessen ihre eignen Süppchen.
Sie spioniern uns aus zu Hauf
und regen sich dann furchtbar auf,
wenn sie wer heimlich überwacht.
Weiß wo und was sie Tag und Nacht
tun und lassen, simsen, mailen,
oder sonst wem was mitteilen,
was sie essen, was sie trinken,
bei der GroKo, bei Grünen, Linken.
Sie lauschen nach Intimitäten,
terroristischen Aktivitäten
und kennen den Frisör-Termin
von unser aller Kanzlerin.
Wahrscheinlich weiß die NSA,
dass wir heut in der DFK,
Gottes Wort in Reimen hören,
sie lauschangriffen könnt ich schwören.
Verdächtigen uns fromme Christen
als Jünger eines Terroristen,
den die Weltmacht römischer Staat
damals zu recht gekreuzigt hat.
Verwechseln im Belauschungswahn
den Tali- mit der Tulipan.

Ach Gott, was fielen da für Lasten
gäb ‘s in der Politik ein Fasten,
würden die aufs Spionieren
verzichten, es einfach stornieren.
Das würde nicht nur dir gefallen.
Da verzichten diente uns allen.

Wer wünschte sich’s nicht all zugleich:
’nen Schlag müsst ‘s tun – und man wär reich.
Man säße auf übersatter Pfründe.
Da faselt einer was von Sünde.
Nennt meinen Reichtum asozial,
spricht von Verpflichtung und Moral,
die man als ein Reicher hätte.
Ja wenn da jeder kommen täte
und wollte über mich bestimmen,
auf fromme Caritas hin trimmen.
Ein Narr wär ich, tät ich was geben,
das fehlte mir dann ja zum Leben.
Bei mir gibt es gar nichts umsonst.
Schau wie du selber zu was kommst.
Im Gleichnis kommt zu diesem Narren
der Tod und lässt ihn schreckerstarren.
„Was nützt dein ganzer Reichtum dir,
ich hol dich heute Nacht zu mir“.

Ach Gott, was fielen da für Lasten
gäb es ein Reichsein-Neid-Geiz-Fasten.
Das würde nicht nur dir gefallen.
Da verzichten diente uns allen.

Der Narr sonnt sich gern in der Macht,
merkt nicht, eigentlich ist um ihn Nacht.
Er braucht, er liebt das Dunkel
für sein heimliches Gemunkel.
sein zum Narren halten,
sein „fascho-finstres“ Walten,
man sollte ja sein Tun nicht sehen.
Sein locker über Leichen gehen,
sein Regime, seine Gewalt,
sein Rechtsbrechen zum Machterhalt,
sein willkürliches Verhaften,
sein heimliches Auskundschaften,
seine geheimdienstlichen Scharen,
sein clanversorgendes Gebaren,
seine ausländischen Konten,
seine Bunga-Bunga-Blonden,
seine Lobeshymnen Schleimer,
seine Hassparolen Reimer,
seine reichmachenden Bodenschätze,
seine Fundamentalisten-Krätze,
seine Angst, die ihn auffrisst,
sein Gott, der er sich selber ist,
sein: ‚Was gilt, bestimm ich nur‘
seine menschenverachtende Diktatur,
seiner Gegner Leichen verscharren.
Er hält die ganze Welt zum Narren.
Nach außen hin die weiße West‘,
innen drin des Teufels Pest.

Ach Gott, was fielen da für Lasten
gäb es ein Diktatoren Fasten
in ihrem bösen Trachten, Dichten.
Besser noch, ganz drauf verzichten.
Das würd dem Teufel nicht gefallen.
Da zu verzichten dient uns allen.

Das Netz, der PC macht uns frei,
glauben wir. Doch schwer wie Blei
hängt uns das „Enter“ um Hals und Kragen.
Wir meinen es sei leicht zu tragen
und wähnen uns frei zu wählen,
derweil wir uns mit ihm vermählen.
Der Liebste fordert mit Nachdruck und Macht,
dass man sich an ihm zu schaffen macht,
stundenlang, am Tag, zur Nacht.
Die Lieb ist keine Himmelsmacht,
ist virtuell, www-despotisch,
dazu flat-rate-verklemmt erotisch.
Die Liebe, sie ist schlichtweg Sucht,
Sucht die immer Neues sucht
und alle Schrecklichkeiten findet,
die sich aus krankem Hirn entbindet.
Das Netz kennt keinerlei Verbote
Alles steht ihm zu Gebote.
Man sucht kauft Kinderbilder privatim.
Überall auf der Welt, auch in Berlin.
Das sind die harten Fakten,
größten Gewinn macht man mit Nacktem.

Wir sollten alles Wissen nützen
und unsre Kinder davor schützen,
dass sie zu früh an Bilder kommen
und Wissen, das im Grund genommen
ihr Verstehen sprengt und ihre Welt,
noch heil, dran auseinanderfällt.
Man googlet, facebookt, twittert, chattet,
als ob dadurch die Welt gerettet.
Im Netz tobt arg viel Narretei.
Feigenblättrig höre ich, es sei
doch gut für Schule, Referate, Hausaufgaben,
wenn wir es nicht hätten, haben,
wären wir noch im Mittelalter.
Ich bitte; Herr, zeig mir den Schalter
für: Aus, dass ich mich befreien kann.
Für jetzt. Ich mach gleich wieder an.

Ach Gott, was fielen da für Lasten,
gäb es world-wide-web(es) PC Fasten.
Das würde nicht nur dir gefallen.
Da zu verzichten diente uns allen.

Menschen Plan und Tun fehlt oft Demut.
Gottes Planen, Tun ist sehr gut.
Narr sein um Gottes Will‘n ist Demut.
Zum Narr sich machen, selten gut.

Der Mensch macht sich oft selbst zum Narren,
zieht eselsgleich den schweren Karren
voll von unsinnigem Gewese.
Zieht die karnevaleske „Scheese“,
darin Prinzessinnen und Prinzen,
die Süßes werfen, süß-dumm grinsen.
Sie glauben gar uns zu regieren.
O, wie können Narren irren!
Andererseits ob wer hier irrt,
der glaubt er wird hier vom Narr regiert?
Dem ist Politik weiß-blaues Schaukeln und Schunkeln.
des Ober-Narren Augen funkeln,
verschicken Blitze wie zehn Zeuse
über seine Leber laufen rot -grüneLäuse.
Große und auch kleine Bosse
verwenden ihn als Wahlkampf-Zosse.
Maut, Kinderbilder, Stromleitungen, Lehrerstellen,
lassen seinen Hals anschwellen.
Dazu kommen die Zuwanderer-Scharen,
Asylsucher, Syrer, Rumänen, Bulgaren.
Er sieht sich von zu viel Fremden umgeben,
die stören sein bajuwarisch versichertes Leben,
schleichen sich ein durch die EU-Hintertür,
entheiligen das Credo: „Mir san mir!“
Stören das weiß-blau-schwarze Christsoziale,
das Hefeweißbierig-Bavaresk-Nationale.
Die „heute so und morgen so Politik“,
hat einen komödienstadel-närrischen Tick.
Vieles erscheint als Stimmfang-Drusch.
„Oans, zwoa, gsuffa!“ Prost – und Tusch.
Manch Narren macht das „rechte“ Launen.
Aus Stammtischen die Runen raunen,
und hinter Stammtisch-Parolen-Bazis
schimmern Ewig-Gestrig-Nazis.
Das braune Hemd von gestern hängt
daheim im Schrank, ist, macht beschränkt.
Von dem Kostüm ist manches Teil
Gott sei Dank nicht mehr ganz „Heil“.
Der braune Narr wird oft verkannt.
Er sieht immer wieder Land
und Asylausländermautdiskussion
ermöglicht ihm resurrection.
Wie man es drehen will und biegen
er ist einfach nicht tot zu kriegen.
Aus brauner Gruft erststrophig schallt es:
Fährst du durch Deutschland, dann bezahl es.

Ach Gott, was fielen da für Lasten,
gäb ‘s bei Regierungen ein Fasten.
Und wo Alt- und Neonazis lungern
müssten die Fasten bis zum Verhungern.
Das würde nicht nur dir gefallen
Da zu verzichten diente uns allen.

Ein Narr, der Name sagt’s, will narren,
kann dabei nie im Ernst verharren.
Er ist der Narretei ganz voll
und treibt es mit den Seinen toll,
hält mit Späßen den Weltenlauf
auch nicht ein kleinstes Bisschen auf.
Es wären ihm Mühen und Lasten,
müsste er spaßverzichtend Fasten.
Die, die ohne Mühn und Lasten,
gerne Verzicht üben und fasten,
werden, ohne dass es fastnachtet,
als arme umnachtete Narren betrachtet.

Es geht nicht nur ums wenig Essen
und vorher, nachher, wiegen, messen.
Es geht um Haltung, Einhalt um Besinnen,
dem Fasten etwas abgewinnen.
Nicht um Gewichtsverlust, Diäten,
eher um Gewinn an Pietäten.
Dabei erinnre ich zunächst
an unsern heutgen Predigttext.
Der Prophet will uns verkünden,
wo, wie wir‘s rechte Fasten finden:
Wir müssen es an Gott anbinden.
Programme dazu kann man finden
an vielen Stellen in der Schrift,
soweit es uns Christen betrifft.

Ich schreibe einmal ein Programm
das glaub ich, Gott gefallen kann.

Zuerst denk ich es würde taugen,
wir fasten einmal mit den Augen.
Die hat der Herr uns nicht geschaffen
zum Übersehen, Wegschauen, Glotzen und Gaffen.
Sie helfen uns zum Weltverstehen
genau darauf- und hin zu sehen,
wo kann man meine Hilfe brauchen,
meine not-wendige Zeit auskaufen.
Das Wesentliche sehen, unterstützen.
So kann Augenfasten nützen.
Und solches Fasten wird vor allem
dem lieben Gott sehr gefallen.

Zum Andern muss ich alles hören?
Vielmehr, will es uns nicht stören,
immer Lärm und Gedudel.
Nicht immer Reines, auch Gesudel
kleistert uns die Ohren zu.
Hörn wir noch ein zartes: „Du.“
Hören wir noch die Hilferufe,
wenn wir auf höchster Lautstärkstufe
unsre eignen Ohr‘n voll dröhnen.
Wir überhören manches Stöhnen,
das Seufzen jedweder Geschöpfe.
Sind wir uns selbst schon Totenköpfe
mit leeren und mit tauben Ohren.
Herr, gib Hörsamkeit nicht verloren.
zuerst auf dich und deine Worte,
und hören, wo, an welchem Orte
wir Wesentliches unterstützen.
So kann Ohrenfasten nützen.
Und solches Fasten wird vor allem
dem lieben Gott sehr gefallen.

Es hat kein End den langen Tag,
das viele Reden wird zur Plag.
Täglich „talkt“ es in der Television,
als „Ätsch-ich-hab-recht-Masturbation“.

Viel Geschwätz und Laberei,
Reden um den heißen Brei,
Sätze die man nicht versteht,
Worte die man im Mund rumdreht,
mit Absicht hinters Licht uns führen
gezielt Ängste in uns schüren,
die gerne lästern und beschimpfen
und uns mit Vorurteilen impfen.

Man redet über uns hinweg,
labert sinnlos, ohne Zweck.
Worte sind nur Schall und Rauch,
(manchmal in der Kirche auch.)
Herr schenk zur rechten Zeit und Ort
uns das wesentliche Wort,
Schenke in und an diesem Ort,
auch gereimt, dein gutes Wort,
hier und heut zu dieser Stund,
dann braucht‘s kein Fasten mit dem Mund.
Lass uns immer das Gute sagen,
lass uns immer das Rechte fragen,
lass uns hilfreiche Antwort geben,
zu einem dir verdankten Leben.
Und Herr schenk und das rechte Reden,
wenn wir für uns und andre beten.
Nur Wesentliches reden um andren zu nützen,
das kann Wortefasten unterstützen.
Und solches Fasten wird vor allem
dem lieben Gott sehr gefallen.

Anderes Leben nie antasten.
Da brauchts Totalverzicht – kein Fasten.
Gegen Menschen die Hand erheben,
gefährdet gottgeschaff‘nes Leben.
In vielen Leben ist ein Stechen und Hauen,
gegen Kinder und Alte, Männer und Frauen.
Im Großen: Krieg, Terror, manches Verbrechen,
im Kleinen: Familie, Freundschaft, ausnützen von Schwächen.
Wir schlagen gnadenlos zu als Zeichen von Stärke.
und füllen gnadenlos massenweis Särge,
verletzen gnadenlos Leiber und Seelen,
nehmen, raffen, rauben und stehlen.
Eine Hand wäscht da die andere Hand,
wäscht sich in Unschuld, weil sie fand,
ich bin schuldlos an all diesen schlimmen Dingen,
(und lässt sich zum Trocknen ein Handtuch bringen.)

Herr, gib, wenn wir die Hand erheben,
dass wir es nur zum Lob und Beten,
zur Hilf und zur Versöhnung tun.
Und wenn es Not tut, lass sie ruhn.
Unsre Hände soll’n helfen und beschützen,
dann kann Händefasten nützen.
Und solches Fasten wird vor allem
dem lieben Gott sehr gefallen.

Wir wären Narren, echte Toren,
gäben Welt und Mensch verloren,
wären wohl auch Gottverlassen,
wenn wir nicht mehr richtig fasten.
Der eine sagt dass es sich lohne
macht mit bei „7 Wochen ohne“.
Die andere legt für sich dar:
Ich faste durch das ganze Jahr.
Ein echter Narr wäre man freilich,
wenn wer glaubte man wird heilig,
nur weil man da und dort verzichtet,
dass Gott mich dadurch fromm belichtet
mit einem schönen Heilgenschein.
Das könnte eher scheinheilig sein
und ein wenig pharisäisch.
(Ein Schein des Heils, blass, bleich, anämisch)

Gott schenkt dir ewig Heiligkeit,
übst und wirkst du Barmherzigkeit
gegen jedermann und „jederfrau“.
Seiner Güte Morgentau
netzt und feuchtet unser Leben,
dass wir wachsend danach streben,
Gott und Mensch die Ehre geben.
Dann wir unser Wesen, Weben,
wie der Sohn, zum Licht der Welt.
Das, sagt Gott, ist es was zählt.

Richtig Fasten bringt Gewinn,
führt zu innrem Reichtum hin.
Fasten führt zum Unterscheiden
was brauche ich, was kann ich meiden.
Fasten erspart Geld und Zeit,
Fasten macht die Seele weit.
Macht frei für Welt, Mensch und Gott,
befreit aus eingefahrnem Trott.
Stellt Augen, Ohren, Mund und Hand,
sowie sein Herz und den Verstand,
unter Gottes guten Willen.
So kann ich sein Gebot erfüllen.

Dann, sagt Gott, ist er uns ganz nah.
Jahwe heißt ja: „Ich bin (für dich) da.“
Wenn wir gläubig seiner harren,
kommen wir zu ihm, in den Himmel der Narren.

Ich lade euch ein, holde Männer und Frauen
seiner Wirklichkeit zu vertrauen.
Vielleicht werden wir auch zu Prophetin, Propheten
und er will heute durch uns reden.
Kein Schall und Rauch ist in Gottes Namen.
Er ist für dich und für mich da. Das glaube ich. Amen.

Gott schenke gnädig seinen Frieden,
höher als alle Vernunft hienieden.
Wenn wir merken auf Christi Namen,
stärkt und bewahrt er uns. Amen.

Dazu gehört folgendes gereimte Credo.

Credo Apostolorum 2014

Ich glaube an den großen Gott.
HERR über Leben und den Tod.
Gestalter vom All und Vater von Allem,
auch mich zu gestalten, hat ihm gefallen.
Himmel und Erde gelangen ihm prächtig.
Ich sehe und glaube ihn im All mächtig.
Credo, Gottes Machtschuf das All,
schuf der Sonne Feuerball,
und in seiner Vatertreue
uns des Erdenrundes Bläue.

Ich glaube und vertraue gern,
Jesus ist Sohn des einen HERRN!
Sein Geist wirkt Wunder aller Enden,
Maria wiegt es in den Händen
Jesus, Leben das aus ihr gekommen,
hat sie demütig angenommen.
Sie hat IHN leiden sehen müssen
Pilatus hat wider besserem Wissen
IHN kreuzigen und sterben lassen,
denen nachgegeben, die Jesus hassen.
Ein frommer Mann hat IHN begraben.
Aber die IHN tot glaubten haben
sich geirrt. ER lebt, besucht
den Höllenort, der verflucht
und fern von Gott verlassen liegt.
ER hat die Macht des Tods besiegt,

Der schweigt zu diesen letzten Fragen.
Lässt ihn aber nach dreien Tagen,
von den Toten auferstehen
um ihn im Himmel aufzunehmen,
zur Rechten sitzend und zu richten
dann der Menschen Trachten, Dichten.

Ich glaube an Gott, den einzig Einen.
Im Heiligen Geist will er mir erscheinen.
Will in Kirchen wesen, weben,
will dass wir uns vergeben,
so wie Jesus uns vergibt,
der für uns den Tod besiegt,
dass auch wir einst auferstehn,
in Gottes Herrlichkeit eingehn.
Das ist weit mehr als nur ein Ahnen.
Ich vertraue fest darauf. Amen.

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