Vater Abraham hat viele Kinder

Liebe Gemeinde,

?Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft, und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!?

[Symbol Wanderstock]

Die meisten unserer Evangelischen hier in Hardheim, können die Tragweite dieses Satzes ermessen. Als ich am Mittwoch im Konfirmandenunterricht gefragt habe, wer in Hardheim geboren ist, es waren die wenigsten. Die meisten sind im Laufe ihres Lebens hier nach Hardheim gezogen. Was waren die Gründe: Beruflicher Natur: Arbeitsplatz. Politischer Natur: Wende. Persönlicher Natur: verwandtschaftliche Beziehungen. Alles das hat beim Abraham keine Rolle gespielt, sein Aufbruch war weder beruflich, noch politisch, noch persönlich bedingt. Die Anweisung kam von seinem Chef höchstpersönlich, sein Umzug war von Gott veranlasst.

Sind wir in so enger Gemeinschaft mit Gott, dass wir die Stimme Gottes hören. Am Mittwoch haben wir im Konfirmandenunterricht besprochen, dass wir in der Bibel die Stimme Gottes hören. ?Deine Nachkommen sollen zu einem großen Volk werden; ich werde dir viel Gutes tun; deinen Namen wird jeder kennen und mit Achtung aussprechen. Durch dich werden auch andere Menschen am Segen teilhaben.?

Eines der Lieblingsspiele im Kindergottesdienst ist: ?Vater Abraham hat viele Kinder?. (mit den Kindern spielen) Hier ist die biblische Grundlage für dieses Spiel. Gott hat Abraham wirklich viele Kinder geschenkt, und sie wurden nicht zu einem Volk, sondern sie wurden zu vielen Völkern. Ich will nur zwei davon nenne, es ist das Volk Israel und es ist das Volk der Araber. Und wie bei Geschwistern oft so ist: sie zanken sich bis heute. Auf der anderen Seite geht bis heute Segen von den Nachkommen Abrahams aus. Auch wir stehen in dieser Segenslinie Gottes, weil unser Erlöser Jesus Christus aus dem Volk der Juden kommt.

Was bedeutet Segen? Segen ist eine Tat und eine Gabe Gottes. Gott möchte uns durch Abraham Segen schenken. ?Wer dir Gutes wünscht, den werde ich segnen. Wer dir aber Böses wünscht, den werde ich verfluchen! Alle Völker der Erde sollen durch dich gesegnet werden.»?

Hier ist eigentliche eine ganz einfache Sache geschildert. Gutes zieht Gutes nach sich und Schlechtes zieht Schlechtes nach sich. Leider erfahren wir das nicht immer, das Böse scheint über das gute zu triumphieren in einer Welt von krieg, Verbrechen und Korruption. Auch im Bezug auf die Nachkommen von Abraham gilt das. Wie oft haben die Feinde des Volkes Gottes in den Judenverfolgungen über sie triumphiert. Millionenfach mussten sie leiden und viele der Greueltaten sind noch nicht gesühnt. Umso mehr kommt es darauf an, Gutes zu tun. Bei dem einsammeln vom Opfer vorhin haben wir gehört, wie wir unser Gutes tun bei der Kindernothilfe vervierfachen können. Symbol: 2,50 und 10 DM für 3+1=4 Aber auch sonst ist jede Mark bei der Kindernothilfe gut angelegt. Sie ermöglichen eine Kind die Schulausbildung und das es später einmal für sich selber sorgen kann.

?Abram gehorchte und machte sich auf den Weg. Er war zu diesem Zeitpunkt 75 Jahre alt.? Abraham brauchte 75 Jahre, bis er Gott gehorsam war. Schon Abrahams Vater sollt nach Kanaan ziehen und blieb in Haran hängen. Das ist eine Erfahrung, die ich kenne: ich weiß genau, was Gott will, aber zwischendrin geht mit die Puste aus. Z.B. wenn Gott möchte, dass ich mich mit jemand versöhne, mit dem ich in Streit lebe, aber immer wieder beim Anlauf stecken bleibe und nicht die kraft aufbringe, mich wirklich mit ihm zu versöhnen. Abraham hat 75 Jahre gebraucht, bist er das gemacht hat, was Gott wollte, 75 seiner guten Lebensjahre hat er in Haran verschenkt, statt sich auf den Weg zu machen und von Gott segnen zu lassen. (Blatt mit Zahl 75 zerreißen) Er glaubte an Gott, er war gerettet, aber er lebte als christ auf Sparflamme und hat eine ganze Menge verpasst, was Gott ihm schenken wollte. Und das ist für uns heute Morgen auch der Knackpunkt.

Du magst gerettet sein, aber wenn du nicht auf das hörst und es tust, was Gott dir sagt, dann entgeht dir eine ganze Menge. Es lohnt sich mit Gott zu leben, auf Gott zu hören und Gott zu gehorchen. Von Abraham sprechen wir noch nach 4000 Jahren. Andere Leute, die sich wesentlich wichtiger nahmen sind längst vergessen. Gegen das Vergessen hilft nur, auf Gott zu hören, darum 3 Tipps, wie wir hören können, was Gott redet:

1) regelmäßig in Gottes Wort lesen, denn dann hören wir die Stimme Gottes
2) zu Gott beten; denn dann bekommen wir heraus, was unter den vielen Stimmen, die wir hören, Gottes Stimme ist
3) in die Tat umsetzen, was du erkannt hast; dann wirst du in dem Leben den Segen Gottes erfahren.

Leben mit Gott bewahrt vor dem vergessen werden, denn wer im Buch des Lebens geschrieben ist, der wird ewig bei Gott leben.

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