TEAM – Teilt eure Aufgaben miteinander!

Liebe Gemeinde,

das hat es also schon zu Moses Zeiten gegeben, das die Arbeit einfach zuviel wird. Damals hieß es Überlastung, heute nennen wir es die Psychologen das Burnout Syndrom. Damit uns das nicht passiert, drücken wir lieber schon vorher auf die Bremse und nehmen eine Aufgabe, zu der wir gefragt werden, erst gar nicht an. Einigen von euch ist das in der Gemeinden auch schon so gegangen. Sie wurden zur Mitarbeit in unserer Gemeinde gefragt oder gar als Älteste zu kandidieren und es war ihnen ein Schuh zu groß. Mose hat damals am Dornbusch auch kneifen wollen, aber Gott hat darauf bestanden, dass er die Aufgabe übernimmt. Aber das ist auch der entscheidende Punkt, den du dich fragen musst, wenn du eine Aufgabe angeboten bekommst. "Wie sieht es aus? Will Gott, dass ich diese Aufgabe übernehme, oder soll ich es bleiben lassen?" Gott hat Mose die Verantwortung für das Volk übertragen und hier dieser Stelle merkt er, er kann das nicht leisten. Und nun weiß er das es Gottes Sache ist und er kann sich mit dem Problem an Gott wenden. Und er klagt sein Leid Gott: "«Warum tust du mir das an?» fragte er den Herrn. «Ich bin zwar dein Diener! Aber musst du mir wirklich die Verantwortung für dieses ganze Volk aufhalsen? Hast du denn kein Erbarmen mit mir? Bin ich etwa die Mutter dieser Menschen? Habe ich sie zur Welt gebracht? Oder bin ich ihr Pflegevater? Soll ich sie wie einen Säugling auf meinen Armen in das Land tragen, das du ihren Vorfahren versprochen hast?" Hier können wir einiges über das Gebet lernen. Mose redet nicht um den heißen Brei, er redet Klartext mit Gott. Das wünsche ich uns auch, dass wir im Gebet Klartext mit Gott reden können. Das wir auf dem Herzen und in den Gedanken haben, können wir Gott sagen. Er legt hier seinen ganzen Frust vor Gott. Das kann er, weil er mit Gott lebt und weil er nach Gottes Willen lebt. Und dann ist es auch Gottes Sache das klappt. Mach Gottes Sache zu deiner Sache und dann sorgt Gott auch dafür, dass es funktioniert. Gott antwortet dem Mose auf dreifache Weise: Gott nimmt die Schwierigkeiten des Mose ernst, Gott stellt ihm fähige Leute zur Seite und Gott schenkt mit seinem Heiligen Geist Befähigung und Gaben.

1) Gott nimmt die Schwierigkeiten des Mose ernst
"Der Herr antwortete Mose" Menschen, die mit Gott leben, haben immer noch Probleme Schwierigkeiten. Aber sie haben eine Anlaufstelle, an die sie sich mit Ihren Sorgen wenden können: Gott. "Mach aus Sorgen ein Gebet" Wir dürfen und können jederzeit und überall mit Gott reden. In diese Richtung gibt es keine Schwierigkeiten. Aber wie sieht es mit der Antwort Gottes aus. Hier heißt es ja, das Gott Mose antwortete. Hier sind zwei Dinge wichtig. Ersten sind wir überhaupt an einer Antwort Gottes interessiert? Oder wissen wir schon von vorneherein, wie Gott zu antworten hat. Lasst mich das am Beispiel Mose deutlich machen. Wenn Mose von vorneherein Gott auf die Antwort festgelegt hätte; "Entbinde mich von der Verantwortung für mein Volk", dann hätte er die wirkliche Antwort Gottes nicht gehört. Das zweite hängt mit dem ersten eng zusammen. Die Frage ist habe mich auf die Wellenlänge Gottes eingestellt, dass ich seine Antwort höre. Bei Mose traf beides zusammen, er wollte die Antwort Gottes hören und er hat auf Empfang geschaltet und so hört er die Antwort Gottes:

2) Mose, ich stellt dir fähige Leute zur Seite
"«Such unter den Ältesten Israels siebzig Männer aus! Nimm Leute, die als zuverlässige Anführer des Volkes bekannt sind. Bring sie zum heiligen Zelt, und stell dich mit ihnen dort auf! Denn ich will herabkommen und mit dir sprechen. Ich werde etwas von meinem Geist, der auf dir ruht, nehmen und auf sie legen. Sie sollen von nun an die Last mit dir teilen. Du musst die Verantwortung für das Volk nicht mehr allein tragen." Gott möchte keine Einzelkämpfer. Das Problem bei Mose ist mit deswegen entstanden, weil er alles allein machen wollte. Darum spricht ihn Gott auch auf diesen Punkt an und rät ihm ein Team zu bilden. Nun kommt es darauf an, was wir unter einem Team verstehen. Es gibt eine positive und eine negative Definition für das, was ein Team ist. Für manche Leute bedeutet Team: "Toll einer anderer macht`s" Wenn sie Team hören, dann ist klar: sie brauchen nichts zu tun. Aber das ist kein Team, das ist nur eine Entschuldigung für denjenigen weiter faul zu sein. Wenn wir es richtig sehen, dann bedeutet Team: Teilt eure Aufgaben miteinander. Auch hier in unserer Gemeinde ist es wie bei Mose. Es ist zuviel, dass es einer allein macht. Der Heilige Geist möchte die Kirche, möchte unsere Gemeinde teamfähig machen. Das ist auch auf unserem Bild dargestellt. Der Heilige Geist kam an Pfingsten auf die versammelte Menge und machte sie zu einem Team, das in unterschiedlichen Sprachen, aber miteinander Gott lobte und verherrlichte. Team bedeutet nicht, dass wir alle gleich werden, sondern Team bedeutet, dass wir unsere unterschiedlichen Fähigkeiten alle zu einem Ziel einsetzen: zu Gottes Ehre. Wenn jetzt einer sagt, was habe ich denn für Fähigkeiten und Gaben, dann will ich auf den dritten Punkt verweisen:

3) Gott schenkt mit seinem Heiligen Geist Befähigung und Gaben
"Dann sahen sie, wie der Herr in der Wolke herabkam. Er sprach mit Mose und legte etwas von dem Geist, der auf Mose ruhte, auf die siebzig Ältesten. Im selben Augenblick begannen sie zu reden, was der Herr ihnen eingab." Auch wir haben im November Kirchenwahl. Dort brauchen wir keine siebzig, sondern sechs Älteste. Auch die Ältesten sollen ein Team sein. Wenn du Kirchenwahl hörst, geht es dir dann auch so, dass du sagst, ist ja toll, sollen sich andere aufstellen lassen, dann brauche ich nichts zu tun. Oder hast du begriffen, dass wir in der Gemeinde miteinander ein Team sind, das seine Aufgaben miteinander teilt, dann lass dich für die Kirchenwahl aufstellen. Und selbst, wenn du nicht in das Team des Ältestenkreises gehst, wir haben das viel größere Team der Mitarbeiter – hier dürfte es mit der siebzig so ungefähr hinkommen, doch kommt es darauf an, dass wir immer wieder neue finden, weil immer wieder welche durch Wegzug oder altershalber aufhören. Und hier kann auch jeder sich einbringen, denn die Frage ist, was können wir bringen, was gibt Gott: Was können wir bringen: wir sollen zuverlässig sein Was gibt uns Gott: er schenkt uns Gaben und seinen Heiligen Geist, die uns beide fähig machen, mitzuarbeiten und uns und unsere Zeit für die Gemeinde einzusetzen. Und wir sollen auch auf die Reihenfolge achten. Erst war die Bereitschaft der Siebzig da, sich einzubringen und mit Mose mitzuarbeiten und dann kam Gottes Geist, der ihnen die Gaben und Fähigkeiten gegeben hat. Dort wo deine Bereitschaft da ist, mitzuarbeiten in der Gemeinde, dort wird Gott dir auch seine Gaben und seinen heiligen Geist schenken. "Dann sahen sie, wie der Herr in der Wolke herabkam. Er sprach mit Mose und legte etwas von dem Geist, der auf Mose ruhte, auf die siebzig Ältesten. Im selben Augenblick begannen sie zu reden, was der Herr ihnen eingab. Das geschah jedoch nur dieses eine Mal." Der Geist kam hier nur einmal. Seit Pfingsten haben alle, die in persönlicher Verbindung mit Jesus leben, seinen heiligen Geist. Das ist die große Verheißung, die wir seit Pfingsten haben. Jeder der Jesus Christus in seinem Glauben und Leben nachfolgt hat Gottes Geist. Lasst uns Menschen suchen, die Jesus in ihrem Glauben und Leben nachfolgen und bereit sind für das Amt der oder des Ältesten zu kandidieren.

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