Nichts als annehmen

Liebe Gemeinde,

erschreckt hören wir von dem Massenselbstmord und Mord einer christlichen "10 Gebote Sekte" in Uganda. Über 650 Menschen, darunter viele Kinder, wurden in ihrer Kirche eingesperrt, mit Benzin übergossen und angezündet. Auf dem Kirchengelände und inzwischen auch anderswo, sind viele Leichen ausgegraben worden. Darunter wieder viele Kinder. Diese schrecklichen Verbrechen sind geschehen, weil Menschen auf einen Irrlehrer gesetzt haben, der die Botschaft von Jesus Christus verdreht hat und das Ende der Welt mit großen Schrecken ankündigte.

Wenn Gott kommt, wird das ein Fest sein, wie Martin Gutl den Psalm 126 darstellt. [Hier lesen, wenn Kinder vorher einen anderen Psalm gelesen haben] Allen, die auf Gericht und Strafe hoffen, aus welchen Gründen auch immer zum Trotz, wird Gott alle unsere Tränen von unseren Augen abwischen. Der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid und Geschrei werden mehr sei. Das Alte ist vergangen. Gott wird alles neu machen. Vor allem aber, wird er mitten unter uns wohnen. Das ist die Botschaft christlichen Glaubens. Selbstbestrafung und -tötung haben in diesem Glauben nichts zu suchen. Wir bekennen: "Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt." (Jes 53.5; Röm 4.25; 1Petr 2.24)

Davon spricht auch Petrus in unserem Predigttext und in diesem Brief. Gott hat alles von sich aus, ohne unser Zutun und ohne unsere Verdienste für uns zum Guten gewendet. Er will, dass wir leben. Wir brauchen uns um unsere Rettung und Ewigkeit nicht mehr zu kümmern. Wir sind gerettet. Wir haben so den Rücken frei, als von Gott Erwählte und gerettete Menschen in dieser Welt zu leben. Der Wettlauf für die Ewigkeit ist längst entschieden.

Jesus Christus hat das Urteil Gottes über unser Leben mit seinem Leiden und Sterben am Kreuz vollstreckt. Wer sich dennoch seine Rettung vor Gott verdienen will, muss sich fragen lassen, warum er Gottes Entscheidung nicht annehmen und stehen lassen kann. Was es zu tun gibt ist nichts anderes, als anzunehmen, was Gott uns durch Jesus Christus schenkt. Er hat Jesus Christus für uns als Lösegeld für unsere Schuld gegeben. Er hat ihn auferweckt von den Toten. In seiner Auferstehung ist unsere Zukunft über die Welt hinaus beschlossen und für immer geklärt.

Was wir nun noch tun können ist, als solche zu leben, die durch den Glauben an Jesus Christus leben. Wir leben so aus der Gewissheit der Auferstehung von den Toten. Petrus und andere Schriftsteller des Neuen Testaments bezeugen, dass wir uns vor Gott für unser Verhalten verantworten müssen. Ohne Jesus Christus werden wir vor ihm nicht bestehen können. Das Blut Christi macht unsere Taten nicht ungeschehen. Die Mörder der Verführten und Verblendeten müssen sich vor Gott verantworten. An Gottes Gerechtigkeit kann sich niemand vorbeimogeln. Wir werden ernten, was wir gesät haben. (Gal 6.7)

Petrus sagt es deutlich, dass Gott ohne Ansehen der Person uns zur Verantwortung zieht. Wer aber kann da bestehen? Niemand kann bestehen! Allein durch Jesus Christus werden wir Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung erhalten. Nur wer sich auf ihn beruft, wird leben können. Das bezeugen uns die heiligen Schriften. Darauf berufen wir uns. Aber wer sich auf Jesus Christus beruft, wird keine Menschen ermorden, meidet das Böse und wird das Gute tun, so gut er es vermag. Wer sich auf Christus beruft, wird leben, wie Christus gelebt hat. Christus lebte freundlich, gütig, barmherzig und gnädig. Er war für die Menschen da. Er hörte ihnen zu. Er deckte ihre Flucht vor Gott und vor sich selbst auf. Er verhalf ihnen aber auch zu neuem Leben. Ihn hat Gott von den Toten auferweckt. Auf ihn hoffen wir.

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