Im Glauben an den Gekreuzigten ist der Auferstandene lebendig

<i>[Das Osterlied von Kurt Marti steht im Heft „Gottesklang“ Nr. 11]</i>

Liebe Gemeinde,

möchten Sie sich die Frage stellen, an welchen Jesus Christus wir denn glauben, dann ist es gut, dass sie heute in die Kirche gekommen sind. Wer dieser Frage ausweicht und hier nicht den Finger in die Wunde legt, geht Gefahr an einen Jesus zu glauben, der mit dem, was der irdische Jesus getan, gesagt und wie er gelebt hat nicht die Bohne zu tun hat.
So gesehen ist Thomas nicht der einsame Zweifler, dem Jesus noch einen letzten Gefallen tut, sondern derjenige, der durch sein hartnäckiges Nachfragen erreicht hat, dass die Jesusvorstellung der Urgemeinde sich am Bild des irdischen Jesus orientiert und an niemand anderem. Und woran man das erkennen kann? Nun, das wusste Thomas, denn er legte ja seinen Finger in die Wunde, die diesen Jesus als den Gekreuzigten bezeichnete: Stigmata genannt. Wir sind auf der falschen Fährte, wenn wir uns hierbei nach einem Beweis der Körperlichkeit des Auferstandenen fragen, und Thomas als den Zweifler ansehen. Thomas zweifelt nicht, sondern er weiß nicht, was die anderen wissen, weil er bei der ersten Erscheinung Jesu nicht dabei war. Er sagt: Ich glaube es nur, wenn es der Gekreuzigte ist, sonst glaube ich nicht: »Niemals werde ich das glauben! Da müsste ich erst die Spuren von den Nägeln an seinen Händen sehen und sie mit meinem Finger fühlen und meine Hand in seine Seitenwunde legen – sonst nicht!«

Diese Geschichte widerspricht also z.B. einer Häresie, die sich so hartnäckig gehalten hat, dass sie im siebten Jahrhundert in den Koran Muhammad Einzug gehalten hat. So sagt Mohammad in der Sure 4 über eine Aussage der Juden: „Sie sagten: wir haben Christus Jesus, den Sohn der Maria und Gesandten Gottes getötet. Aber sie haben ihn in Wirklichkeit nicht getötet und auch nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien es ihnen nur so. Und diejenigen, die über ihn uneins sind, sind im Zweifel über ihn. Und sie können nicht mit Gewissheit sagen, dass sie ihn getötet haben. Nein, Gott hat ihn zu sich in den Himmel erhoben, Gott ist mächtig und weise.“ Aus dem Satz, das es ihnen nur so erschien leiten manche Kommentatoren die Meinung ab, es habe ihnen so erschienen, weil stattdessen ein anderer für Jesus gekreuzigt worden sei, etwa Simon von Kyrene, der das Kreuz trug, oder sogar Judas Iskariot.

In der Theologie des 20. Jahrhundert gab es ebenfalls einen heftigen Streit um Jesus. Man machte die Entdeckung, dass die Schriften des Neuen Testaments keinesfalls vom heiligen Geist direkt in die Feder der Apostel diktiert worden sind, sondern dass es regelrecht schriftstellerisch verfasste Schriften waren, die eine mündliche Vorgeschichte hatten, teilweise vielleicht sogar aus einzelnen Teilen zusammengesetzt. Viele Texte antworteten direkt auf Fragen der ersten Gemeinden, die sich in ihrem Umfeld zu bewähren hatten. Jesus hatte zum Beispiel keinen größeren Streit mit den Pharisäern, war wahrscheinlich selbst ein solcher zunächst gewesen, während die christlichen Gemeinden mit den jüdischen Institutionen durchaus teilweise im Streit lagen. Wer war Jesus denn wirklich, wenn sich seine Züge wesentlich aus den Bildern der Urgemeinden zusammensetzten? War der verkündigte Christus denn noch derselbe wie der irdische Jesus von Nazareth?

Schade, aber Thomas als der Zweifler, bestritt keinesfalls die Auferstehung. Er bestritt, dass sich der Auferstandene dem Jüngerkreis persönlich gezeigt hat und unterstellte damit seinen Mitaposteln wohl, sie seiem einem Trugbild erlegen. Der irdische Jesus ist seiner Meinung nur dann der auferstandene Christus, wenn er an den Folgen der Kreuzigung zu erkennen ist. Damit ist im Grunde also etwas gemeint, was ich schon Karfreitag als Schlusssatz der Predigt zitiert habe: Paulus sagt: 1.Kor 1,22-24: 22 Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Und so endet die Geschichte auch: Jesus wendet sich beim 2. Besuch der Gemeinde sofort dem Thomas direkt zu und zeigt sich ihm als der Gekreuzigte. Dazu sagte er: „Hör auf zu zweifeln und glaube.“ Dies erweiterte er dann zu dem Satz: „Freuen dürfen sich alle, die mich nicht sehen und trotzdem glauben.“

Wir Hörer dieses Textes sind so in unserer Neuzeit – Existenz verhaftet, dass wir hier den Akzent verschieben. Wir bezweifeln die Auferstehung, weil wir uns den Glauben an die Auferstehung als etwas vorstellen, dass erst die Endzeit betrifft und noch nicht die Gegenwart. Die frühen Christen dagegen hatten damit überhaupt keine Probleme. Nur die Auferweckung des Gekreuzigten, die Erscheinung eines Gekreuzigten unter seinen Jüngern hielten sie nicht für möglich. Er war doch ausgegrenzt, denn „verflucht ist, wer am Kreuze hängt.“, wie Paulus eine Vorstellung des Judentums zitiert.

Doch die Kreuzigung ist das Ereignis in der Mitte der Weltgeschichte des Glaubens: Nur der irdische Jesus wurde Gekreuzigt und nur der Gekreuzigte Christus ist der irdische Jesus gewesen. In diese Wunde muss der Finger gelegt werden, immer wieder.
Und was hat die Kirche nicht in den vergangenen 2000 Jahren nicht alles getan, um sich an der Gegenwart des Gekreuzigten vorbeizumogeln. Der allergrößte Trick bestand darin, das Kreuz zum Opfer zu stilisieren und es am Altar symbolisch zu zelebrieren. Man gibt dem gekreuzigten Christus dabei einen bestimmten religiös definierten heiligen Raum, lässt den zelebrierenden Priester, der nun ja zum Stellvertreter Christi wird, die Vollmacht, über Sünde und Schuld der Menschen zu entscheiden und sie damit zu unterdrücken. Für dieses Herrschaftsinstrument Kirche ist Christus garantiert nicht gestorben. Dazu passte ja dann sehr gut der Bund zwischen Thron und Altar im heiligen römischen Reich deutscher Nation, der in unterschiedlicher Gestalt bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts angedauert hat.

Die Kirche hatte die Menschen mit dem alten Entsagungslied, wie es Heinrich Heine nennt, auf die Erfüllung aller Sehnsüchte im Jenseits vorzubereiten. Das Kreuz war Zeichen der Existenz, aber die Auferstehung des Gekreuzigten eben nicht.

Das könnte den Herren der Welt ja so passen, wenn erst nach dem Tode Gerechtigkeit käme, erst dann die Herrschaft der Herren, erst dann die Knechtschaft der Knechte vergessen wäre für immer, vergessen wäre für immer.

Das könnte den Herren der Welt ja so passen, wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe, wenn hier die Herrschaft der Herren, wenn hier die Knechtschaft der Knechte so weiterginge wie immer, so weiterginge wie immer.

Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden, ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle zur Auferstehung auf Erden, zum aufstand gegen die Herren, die mit dem Tod uns regieren, die mit dem Tod uns regieren.
Ich las die drei Strophen des Osterliedes von Kurt Marti, das wir nach dieser Predigt singen werden.

Doch so weit ist es noch nicht. Wir wissen jetzt nämlich noch nicht genau, was die Auferweckung des Gekreuzigten für die Gemeinde bedeutet. Dass der Gekreuzigte Christus und kein anderer als Auferstandner lebt, das ist das Grundbekenntnis des Glaubens. Die Wundmale des Gekreuzigten sind die Herrschaftszeichen des Auferstandenen. Die Kirche ist nicht eigentlich an der Größe der Bauwerke, der Macht der Priester, der Zahl der theologischen Bücher, dem Geist der Spiritualität, die Anzahl der Hauptamtlichen und die Einsatzstunden der Ehrenamtlichen Mitarbeiter zu erkennen, sondern einzig und allein an den Wundmalen, die die Gegenwart des Gekreuzigten bezeichnen. Es ist die Präsenz des Jesus von Nazareth selbst, der ja schließlich den Kreuzestod fand. An diesen Menschen glauben wir, er ist der Auferstandene.

Im Folgenden wird in der vorgelesenen Geschichte nachzulesen sein, wie sich der Evangelist Johannes die Gegenwart des Auferstandenen in der christlichen Kirche vorstellt.

Wenn in der Kirche von Jesus die Rede ist, sollte klar sein, dass die Auferstehung des Gekreuzigten gemeint ist. Mit der Kreuzigung ist Jesus der Christus, der Messias. Das widerspricht so ziemlich allen Erwartungen, die einst an das Kommen des Messias geknüpft waren und zur damaligen Zeit auch geknüpft wurden. Ein gekreuzigter Messias ist am Ende, fertig. Auch wenn er einige Schlachten siegreich war. Der Tod war der Sieg der Gegner und bewies zum Ende seine Machtlosigkeit. Nun war ja Jesus schon zu Lebzeiten ein solcher Militärmessias nicht gewesen. Die Zeloten unter seinen Jüngern hatten resigniert und desertiert. Jesus war der Meinung, dass er nicht einen Kampf gegen Rom zu führen hatte, sondern in einem Kampf stand, den Gott selbst gegen das Böse, die Sünde und den Teufel führte. Natürlich war Rom eine Instanz des Bösen, wie dies später ja auch in der Offenbarung ausgedrückt wurde. Nur Jesus selbst war kein Feldherr. Er verlegte den Kampf kurzerhand in den Himmel und verstand sich nur als Prophet, der das Kommen des Gottesreiches ankündigte. Er offenbarte die Zeichen des neuen Bundes im gemeinsamen Mahl, im Gehorsam auf das Wort und darin, dass man dem Leben als einer Gabe des Schöpfers vertraute. Den Neuanfang konnten die Zöllner nun selbst beginnen.

Das Kreuz war nur dann keine Niederlage, wenn der Kampf Gottes damit eine Wendung bekam, wenn das Sterben Jesu sich als Sieg umdeuten ließ. Klar wurde schnell, die Verkündigung Jesu zu Lebzeiten war nicht an seine Person gebunden, sondern an den rechten Gottesglauben, der sich an den Worten der Propheten orientierte. Die Auferstehung des Gekreuzigten war nun das Zeichen der andauernden Macht Gottes. Das Kreuz ist kein Endsieg, sondern ein Zeichen dafür, dass der Tod nicht das letzte Wort behält, ein Zeichen dafür, dass die Gottesherrschaft nun wirklich beginnen wird. Jesus wurde nun als der Wiederkehrende erwartet, als der Menschensohn, der aus dem Himmel heraus kommt. Seit Jesu Tod und Auferstehung kann sich kein Mensch mehr anmaßen, der Gesandte und damit der Messias Gottes zu sein. Der Auftrag des irdischen Jesus ging auf die Gemeinde als die Gemeinschaft seiner Zeugen über. Sie wurden nun berufen:
zur Stellvertretung. Da Jesus ein Mensch war, lässt er sich durch jeden Menschen vertreten. Der Sohn Gottes ist kein exklusiver Messias, keine Führergestalt, sondern einer, der eine messianische Bewegung ihn Gang setzt. Das Kreuz ist nicht die Niederlage des Führers, sondern durch dessen Auferstehung erst recht der Beginn der Weltweiten Bewegung seines Wortes. Die Verschriftlichung seiner Rede gehört also zum Zeugnis des Auferstandenen logischerweise hinzu.

Der Auferstandene gibt der Gemeinde seines Namens den heiligen Geist. Der heilige Geist ist nicht automatisch der Geist Jesu, sondern er ist der Geist Gottes, der auch in Jesus nur eine der möglichen Gestalten angenommen hat. Jesus hatte diesen Geist bei seiner Taufe im Jordan erhalten. Der Geist gab ihm die Möglichkeit, sich als Sohn Gottes zu verstehen. Im Glauben an Gott, als dem Vater des Lebendigen, geht dieser Glaube auf jeden Menschen über. Der „Sohn Gottes“ Titel Jesu ist keinesfalls nur für ihn selbst gültig, sondern er geht auf jeden getauften Christen über. Wer sein Gebet mit den Worten beginnt: Vater Unser im Himmel, muss sich selbst als Sohn oder als Tochter des himmlischen Vaters verstehen.

Christus hat den Kampf gegen das Böse in Gottes Namen gekannt und teilweise mit der Waffe des Wortes mitgeführt. Dazu gehörte seine Vollmacht zur Heilung, zum Austreiben böser Geistes, zur Totenauferstehung und zur Vergebung des Sünden. Von diesen messianischen Eigenschaften Jesu geht die Letzte an die Jünger. Wir wissen, dass die Vollmacht der Sündenvergebung von Paulus aus der Glaubensgegenwart des Gekreuzigten heraus interpretiert wird. Das Kreuz kann so auch als die Möglichkeit verstanden werden, die der Sündenvergebung nun auch im Jesu Namen göttliche Vollmacht verleiht. Das folgt einfach daraus, dass der Auferstanden in der Gemeinde weiterwirkt. Das Bild vom Abwaschen der Sünde durch sein Blut ist nur eine nachträgliche Ergänzung und bringt jetzt nichts neues mehr. Manchen erschien diese Vorstellung vom Opfer Christi für die Sünden vielleicht einsichtiger, als die der Vollmacht des Auferstandenen in den jeweiligen Gesandten Christi. Auf keinen Fall kann dieses Opfer nun den Priestern in die Hand gegeben werden. Diese sogenannten Rechtfertigungslehre ist nur dann richtig, wenn sie zeigt, dass Jesus die Sündenvergebung eigentlich als der Auferstandene selbst vollbringt, die Jünger dies eben nur in seiner Stellvertretung tun und vollbringen und nicht durch ihre eigene Vollmacht und Entscheidung. Kein Nachfolger Christi kann darüber entscheiden, welche Sünden vergeben sind und welche nicht. Letztlich entscheidet Gott also selbst über die Vergebung und nicht ein Priester als Sachwalter des Heils. Der lebendige Gott hat solche Sachwalter nicht nötig, denn er handelt selbst durch seinen Geist.

Trotzdem, für mich bleibt der Umgang gerade mit diesem Auftrag immer ein wenig problematisch. Es ist nicht die Frage der richtigen Bewertung der Sündenschuld auf die es hier ankommt, sondern darauf, dass der Geist die Jünger regelrecht zur absoluten Entscheidung befähigt in Gottes und in Christi Namen zu handeln und zu reden. Die Entscheidung eines Apostels ist nicht hinterfragbar. Das kann heute gewiss nicht auf den Papst in Rom festgelegt werden. Gottes Geist kann so nicht eingeschränkt werden, sondern weht wo er will. Dass kann man in dieser Geschichte daran sehen, dass sich Christus besonders dem Fragenden und Zweifelnden Jünger zuwendet. Wie gesagt, er bezweifelt ja nicht die Auferstehung als solcher, sondern nur dass der Gekreuzigte im Jüngerkreis lebendig war. Darauf kommt es ja letztlich an, die Wirksamkeit des Auferstandenen zu Glauben. Kein Sakrament, kein äußerliches Zeichen, dass man sehen, schmecken, fühlen und riechen kann, wird diesen Glauben ersetzen können. Christus offenbart sich im Wort und eröffnet seine Gegenwart dem Glaubenden. Das Zeichen des Sehens, die Wundmale des Gekreuzigten sind für den Glauben nicht ausschlaggebend, auch wenn es sie Gott-sei-dank immer wieder gibt. Jesus lebt, das ist eine Frage des Glaubens und nicht des Abendmahlsverständnisses. Und er offenbart sich nicht im Rock der Priester sondern in den irdischen Zeichen, die Merkmale des Gekreuzigtseins sind.
Wir leiden darunter oft genug. Wir wissen ja gar nicht, ob Jesus da ist. Wir wissen gar nicht, ob unser Leiden und Kreuz etwas mit seiner Lebendigkeit zu tun hat. Selbst wenn die Gemeinde in geschlossenen Mauern ist, wissen wir nicht, ob Jesus dabei ist. Das eigenartige an diesem Text ist, dass er aus zwei Geschichten besteht, die durch gezielte Zeitangaben miteinander verbunden sind. Am ersten Tag der Woche, dem Tag nach dem Sabbat, am Tag der Auferstehung Christi trifft sich die Gemeinschaft der Apostel nach Sonnenuntergang. Ob und wie hier Gottesdienst gefeiert wurde, wird nicht gesagt. Eigenartigerweise wiederholt sich die Geschichte exakt eine Woche später, sodass mit der Abfolge dieser beider Texte ein Wochenrhythmus eingesetzt wird. Nicht draußen irgendwo, sondern in dieser Gemeinschaft findet sich der Auferstandene ein. Er schwirrt nicht einfach irgendwo herum, sondern trifft seine Gemeinde dort, wo sie versammelt ist. Wenn alle, die sich in seinem Namen treffen am Tag der Auferstehung Gedenken feiern, dann ist Jesus dabei. Und sendet die Kirche in seinem Namen Gottes Reich zu verheißen und Gottes Willen zu verkündigen. Für mich ist dieser Text die Vorgeschichte von Pfingsten. Hier wird klar gesagt, was es bedeutet, Gemeinde des Gekreuzigten zu sein.

Und die restliche Zeit der Woche. Im Alltag? Für diese Zeit reicht der Aussendungsauftrag und die Verheißung des göttlichen Geistes. Und in seinem Namen ist Jesus Christus dabei, wenn seine Botinnen und Boten ihn vertreten. Und wir glauben an die Gegenwart des Gekreuzigten in den Menschen, die er die geringsten Schwestern und Brüder nennt. Und in ihre Welt sind Jünger Jesu gesandt um sich die Füße schmutzig zu machen.

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