Danken macht alleine keinen Spaß

Liebe Gemeinde, liebe Jugendliche, liebe Kinder,

heute habe ich Egli-Figuren mitgebracht, um unsere beiden Verse zu veranschaulichen. Im Konfirmandenunterricht am Mittwoch haben wir die erste Szene schon einmal geübt.

Wir wollen nicht aufhören, Gott im Namen Jesu zu loben und ihm zu danken. Das sind unsere Opfer, mit denen wir uns zu Gott bekennen. Wir sehen hier einige Menschen, die Gott loben und ihm danken. Doch am Rand steht noch jemand, er schaut in die andere Richtung, er scheint nicht dazu zu gehören. Ich habe die Konfirmanden gefragt, warum diese Person wohl am Rand steht, es kamen unterschiedliche Antworten:p>· Vielleicht kann sie nicht an Gott glauben
· Die anderen wollen sie nicht haben
· Ihr ist nicht nach Freude zumute
· Sie hat viele Probleme

Dann haben wir uns gefragt, wie die Leute im Kreis der Frau helfen können. Wir haben uns überlegt, das einer von den Menschen im Kreis zu der Person gehen und den Arm um ihre Schulter legen und ihr zuhören soll, wie es ihr geht und wo der Schuh drückt. [Konfirmand führt es vor] Das ist sicher ein längerer Weg. Am Schluss kann er sie in den kreis einladen, das sie gemeinsam Gott loben und danken. [Konfirmand führt es vor] Wenn wir auf den Erntdankaltar blicken, dann finden wir viele Dinge, für die wir Gott loben und ihm danken können.

Erntedank heißt auch andere in die Freude und das Danken hineinnehmen. Danken macht alleine keinen Spaß. Und vergesst nicht, Gutes zu tun und allen zu helfen, die in Not sind. An solchen Opfern hat Gott Freude. Damit wir das verstehen, habe ich eine kleine Geschichte mitgebracht, in der das deutlich wird:

Ein kleiner Pygmäe, der am äußeren Rand eines großen Waldes lebte, ging eines Morgens auf Jagd, weil seine Familie Fleisch brauchte. Er war noch nicht lange im Wald, da sah er plötzlich einen Elefanten vor sich, den größten, dem er jemals begegnet war. Obwohl er große Angst hatte, gelang es ihm wider Erwarten, das Riesentier mit vergifteten Pfeilen zu töten. [Konfirmand führt es vor]

Sogleich malte er sich aus, dass die Beute seine Familie für Monate versorgen würde. Doch dann fiel ihm ein, dass sein Jagdglück ihm überhaupt nichts nütze, da er viel zu schwach war, den Riesen auch nur zu bewegen, geschweige denn, ihn nach Hause zu bringen. Zudem würden sich sehr schnell andere Tiere über seinen Elefanten hermachen, wenn er ihn noch lange im Wald liegen ließe. Kaum aber war er mit seinen Überlegungen so weit gekommen, als er auch schon losrannte. Er suchte seine Nachbarn, und noch im Laufen rief er ihnen zu, was vorgefallen war. [Konfirmand führt es vor]

Sofort schlossen sich ihm Männer an und liefen, aufgeregt vor Freude über die reiche Beute, mit ihm auf den Wald zu. [Konfirmand führt es vor]

Plötzlich jedoch ging dem Jäger auf, was das bedeutete. So schrie er laut, als sie gerade mit Stricken das tote Tier binden wollten: "Lasst das, das ist mein Elefant!" Da sanken ihnen die Hände herab, und er fing mit dem Einsatz seiner ganzen Kraft wieder allein zu arbeiten an. Ebenso schnell jedoch sah er die Vergeblichkeit seiner Anstrengung ein. [Konfirmand führt es vor]

Diesmal rief er: "Nein, es ist nicht mein Elefant, es ist unser Elefant!" Darauf nahmen sie alle gemeinsam die Arbeit wieder auf, und es gelang ihnen tatsächlich, das schwere Tier bis vor das Dorf zu ziehen. Dort wurde es dem Jäger noch einmal leid, den ganzen Stamm an der Beute beteiligen zu müssen. Aber schließlich kamen sie doch alle miteinander mit ihrem Elefanten und in Eintracht im Dorf an. [Konfirmand führt es vor]

Erntedank feiern und Gutes tun heißt auch miteinander teilen. Gott teilt in seinem Sohn Jesus Christus seine Liebe an uns aus und wir dürfen sie weitergeben. Danken macht alleine keinen Spaß. Das teilen wollen wir auch ganz konkret machen, wenn wir nachher mit den Kindern in die Altenheime gehen und dort die Erntedankkörbe verteilen.

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